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Ausstellungs- und Veranstaltungsplan
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Museum der Arbeit – Ausstellungs- und Veranstaltungsplan
Sonderausstellungen
Verstrickungen – Arbeiten von Annette Greiner bis 10. November 2002 Im Zentrum der Ausstellung: sechs Strickpuppen, buntlackiert und lebensgroß, eine Metallkrone auf dem Kopf. Annette Greiners Strickliesel-Installation ist eine künstlerische Annäherung an das Thema Geschlechterrollen. Als Metapher für textiles Arbeiten und weibliche Produktivkraft ist sie auch lesbar als Bild von Disziplinierung und Selbstbeherrschung. Assoziationen an bürgerliche Erziehungsideale klingen an: Mädchen ab 3 Jahre mussten stricken, bevor sie lesen lernen durften. „Weibliche“ Tugenden wie Geduld, Körperdisziplinierung und Selbstzwang wurden so im 19. Jahrhundert eingeübt. Die Anordnung der Puppen erinnert auch an ein Heer: das Pendant männlicher Disziplinierung durch Militär und Drill. Ironie der Kunst: An den Puppen kann gestrickt werden – von Männern und von Frauen. Bei Aktionen in der Ausstellung wird die Künstlerin ihr Publikum in Fragen verstricken: ist Stricken reine Frauensache, wo doch viele Jungen das Vergnügen am Strickliesel-Stricken kennen? Rollen kommen ins Rollen, Vorurteile vielleicht auch. „Verstrickungen“ sind ausgestellt in der Abteilung „Frauen und Männer. Arbeits- und Bilderwelten“ – hier werden erstmals in der deutschen Museumslandschaft Arbeitsteilung und Rollen von Männern und Frauen mit sozialgeschichtlichen und Kunst-Exponaten dokumentiert. (Information zu Ausstellung und Rahmenprogramm: Dr. Elisabeth v. Dücker, Tel.: 42832-2364)
Anschläge – 30 Jahre politische Titel-Bilder Plakate des Graphikers Wilhelm Zimmermann 18. September bis 1. Dezember „Anschläge beziehen Position“ so ist die Absicht des Grafikers Wilhelm Zimmermann zu verstehen. Über drei Jahrzehnte hat er für gewerkschaftliche Zeitungen wie „metall“, „Grundstein“ oder „Der Gewerkschafter“ Titel entworfen und Plakate entwickelt, die zeigen: Gewerkschaften haben zu politischen Themen und gesellschaftlichen Problemen Stellung genommen , die über die Vertretung von Arbeitnehmerinteressen hinausgehen: Zu Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, zu Krieg und Frieden, zum Problem Auto und Umwelt aber auch zu Korruption und Kapitalflucht oder zur Bedrohung demokratischer Rechte.... Nach dem Prinzip der Montage und mit Bildern, die dem alltagssprachlichen Fundus entnommen sind, vermittelt Zimmermann seine Botschaften: So werden Politiker „eingewickelt“, so wird die Erde „wie eine Zitrone ausgepresst“. Er übersetzt also sprachliche Bilder in visuelle. In thematischen Reihen wird die Ausstellung Titel und Plakate in ihre jeweiligen politischen Zusammenhänge stellen und auf diese Weise für Besucher und Besucherinnen die Hintergründe erhellen.
StadtSpracheBilder 6. Oktober bis 17. November 2002 Der „Buchstabenkünstler“ Manfred Braasch und der Holzschneider und Psychiater Klaus Müller-Siegel gehen verschiedene Wege in ihrer gemeinsamen druckgrafischen Ausstellung zum Thema „Stadt, Sprache und Bild“. Braasch macht Bleilettern zum Ausgangspunkt seiner Grafiken. Diese Grundelemente des klassischen Buchdrucks haben für ihn eine „eigene Ästhetik“, die den Betrachter einfangen soll. „Das Gedruckte und Geprägte soll sprechen.“ Sprache ist auch ein zentrales Element in den Arbeiten des Holzschneiders und Psychiaters Klaus Müller-Siegel. „Die Sprache der Kunst verfremdet bewusst die mühsam oder gleichgültig aufgebaute Welt.“ Die abgebildeten Flächen und Formen, Bildbruchstücke aus der städtischen Umgebung, erklären sich nicht von selbst. Müller-Siegel sieht in ihnen eine Aufgabe, ein Rätsel: die „Lösung ist die Gedankenwelt des Betrachters.“ Im Rahmen der Ausstellung findet am 6. Oktober ein druckgrafischer Workshop mit den Künstlern statt.
Ansichtssache? Junge HamburgerInnen zur Einwanderung 29. Oktober bis 4. November Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben das Angebot des Museums genutzt, Workshops zum Thema „Hamburg und Migration“ durchzuführen. Die sehr vielfältigen Ergebnisse der Workshops werden präsentiert: als Videoarbeit, Malerei, Fotoroman, Theaterstück oder Literaturperformance. Im Rahmen der Werkschau sind Diskussionsveranstaltungen geplant.
Regelmäßige Angebote
Führungen Jeden Mittwoch 12 Uhr zu wechselnden Themen der Dauer- Sonderausstellungen Jeden Sonntag 14 Uhr durch die aktuelle Sonderausstellung (Hinweis: Führungen finden nur während Sonderausstellungen statt!)
Vorführungen Jeden Samstag und Sonntag, 15.00-16.30 Uhr Themen: Buchbinden, Kaligrafie, Fotogravur am Klischograph, Arbeit an der Schnellpresse, Letternguss von Hand
Jeden Sonntag, 13.30 -17.00 Uhr Offene Werkstatt „Metall“ Stanzen, Prägen, Emaillieren - die Produktion von Medaillen. Mitmachangebot speziell für Kinder
Demonstrationen im Bereich Satz und Druck Montag bis Sonnabend, 14.00 und 15.00 Uhr, jeweils 30 Minuten
Druckwerkstätten in Aktion Montag, 18.00 bis 21.00 Uhr
Veranstaltungen
Zu allen Sonderausstellungen bieten wir ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm mit Führungen und künstlerischen Darbietungen an. Besuchen Sie dazu auch unsere Homepage: www.museum-der-arbeit.de
women talk eine Veranstaltungsreihe zu Fragen von Arbeit, Zeit, Geschlechterrollen, ein Diskussionforum für Frauen und Männer, ein Mix aus Vortrag, Film, Kunstperformance, Lesung. Jeweils Montagabend, 19 Uhr, im Veranstaltungsraum 2. Stock.
25. November: Eine Arbeit wie jede andere? Prostitution und Frauenhandel in Hamburg 27. Januar 2003: Fürsorgerinnen im Nationalsozialismus. Ein Kapitel Frauenarbeit am Beispiel Hamburg und Berlin 17. Februar: Was ist Arbeit wert? Bewertung von Arbeit am Beispiel Frauenarbeit. 3. März: Arbeiterinnen dieser Welt – Dokumentarfilm von Marie-France Collard 17. März: Die Frauen der Kisani Sabha. Ein Film über die landlosen Frauen Bangladeschs, die sich organisiert und Schwemmland besetzt haben. 7. April: Eine Heringsrevue – von Arbeit, Welternährung, Ökologie und Kultur. Ein Abend für Kopf und Bauch – mit Heringsverkostung 28. April: Von der Allco Chaqui zur Genkartoffel – Gentechnisch veränderte Lebensmittel und die Faszination der Alternativen. Vortrag und Performance.
Multimedix 17. bis 19. November Die Messe für Aus- und Weiterbildung in Medienberufen
Ökologischer Weihnachtsmarkt – Reparieren statt Wegwerfen 6. bis 8. Dezember
Spezielle Angebote Sonder- und Gruppen-Führungen können über den Museumsdienst gebucht werden: Tel.: 040-42824-325
Auch Kindergeburtstage können im Museum der Arbeit gefeiert werden: Etwa ein Geburtstag mit schwarzen Fingern (2 Stunden) oder nach Gutenberg-Art (3 Stunden) in den Druckwerkstätten des Museums, ein Geburtstag bei 850° in der Metallwerkstatt, wo gestanzt, geprägt und emailliert werden kann. Buchungen bitte beim Museumsdienst Hamburg unter Tel.: 040-42824-325.
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Museum der Arbeit | "Verstrickungen - Arbeiten von Annette Greiner"
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