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ISSN 1610-0611
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Haferflockenmaschine

Haferflockenmaschine
Installationen von Michael Baltzer und Petra Schoenewald
im KUNSTRAUM im Museum der Arbeit
28. November 2002 bis 30. März 2003

In dieser Ausstellung verbinden sich Kunst und Leben: Familienalltag, Arbeit, Spiel, Beziehungsgeflechte, Harmonie und Störung werden fokussiert. Dinge des alltäglichen Gebrauchs wie Einrichtungsgegenstände, Schulmobiliar oder Spielsachen werden transformiert: Neu zusammengefügt entstehen skulpturale Objekte und Rauminstallationen.
Erinnerung an Forscherfreude, Spiellust und Gestaltungsfreiheit in der eigenen Kindheit sind die gestalterischen Triebfedern für Baltzers und Schoenewalds plastische Arbeiten.
Anregung für ihre künstlerische Produktion kommt auch aus dem Zusammenleben mit den gemeinsamen Kindern: Kreativität und Chaos, Stimulus und Störung sind die Pole künstlerischer Arbeit, wenn Kinder im Spiel sind. Die Elemente der professionellen Tätigkeit und der Arbeit beim Großziehen ihrer Kinder durchdringen sich, geben Inspiration, sind Impuls und Material für ästhetische Realisationen.
Gesellschaftlich gesehen ist solche Allianz eher Ausnahme: Familienleben und Beruf werden häufig als zwei getrennte Welten empfunden und praktiziert, existieren eher nebeneinander oder als rivalisierende Lebenslage - ein Spiegel gängiger Arbeits- und Rollenverteilung hierzulande.
In Haferflockenmaschine verbindet sich nicht nur Kunst mit Leben, sondern auch Kunst mit den gesellschaftlich virulenten Fragestellungen in der Museumsabteilung "Frauen und Männer - Arbeits- und Bilderwelten". Diese Dauerausstellung dokumentiert Arbeitsteilung und Rollen von Männern und Frauen früher und heute ebenso wie die unb(g)eachteten Elternarbeiten beim Großziehen der nächsten Generation.
Die temporäre KUNSTRAUM-Ausstellung in der permanenten Ausstellung: Ort für künstlerische Interventionen, die Grenzen zwischen Schauobjekt und Kunstobjekt sind weich.

Der KUNSTRAUM hat sich in den letzten Jahren erfolgreich etabliert: als ein Experimentierfeld für frische Bezüge zum zentralen Thema "Arbeit und
Geschlechterrollen". Künstlerinnen und Künstler sind hier in turnusmäßigem Wechsel mit ihren Arbeiten zu Gast. Haferflockenmaschine ist die siebte Ausstellung dieser Reihe.

Eröffnung: 27. November 2002, 18.00 Uhr
mit Adrienne Goehler, Berlin, und Musikperformance von Michael Maierhof

Museum der Arbeit, KUNSTRAUM im 2. Stock
Wiesendamm 3, 22305 Hamburg, Tel.: 040/428 32-2364
e-mail: info@museum-der-arbeit.de
Öffnungszeiten: Mo 13 - 21 Uhr, Di - Sa 10 - 17 Uhr, So und feiertags 10 - 18 Uhr

MUSEUM DER ARBEIT | Öffentlichkeitsarbeit | Poppenhusenstr. 12 | 22305 Hamburg


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