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ISSN 1610-0611
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Programm für November

• Sonderausstellungen •

ANSCHLÄGE - 30 Jahre politische Titel-Bilder-Plakate von Wilhelm Zimmermann
bis 01. Dezember
"Zum Hingucken verführen" - so ist die Absicht des Plakatkünstlers Wilhelm Zimmermann zu verstehen. Über drei Jahrzehnte hat er für gewerkschaftliche Zeitungen wie "metall", "Grundstein" oder "Der Gewerkschafter" Titel entworfen und Plakate entwickelt, die zeigen: Gewerkschaften haben zu politischen Themen und zu gesellschaftlichen Problemen Stellung genommen, die über die Vertretung von Arbeitnehmerinteressen hinausgehen: zu Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, zu Krieg und Frieden, zum Problem Auto und Umwelt, aber auch zu Korruption oder zur Bedrohung demokratischer Rechte... Gewerkschaftliche Themen wie der Kampf gegen Sozialabbau und für die 35-Stunden-Woche, gegen die Lohndiskriminierung von Frauen und gegen Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz spielen selbstverständlich eine wichtige Rolle.
In thematischen Reihen wird die Ausstellung Zimmermanns Titelbilder und Plakate in ihre jeweiligen politischen Zusammenhänge stellen und die Hintergründe erhellen.

Stadtsprachbilder
bis 17. November
Der "Buchstabenkünstler" Manfred Braasch und der Holzschneider Klaus Müller-Siegel zeigen gemeinsam im 1. Stock ihre Grafiken zum Thema Stad(t)t - Sprache
- Bilder.

Verstrickungen - Arbeiten von Annette Greiner
bis 10. November
Im Zentrum der Ausstellung: sechs Strickpuppen, buntlackiert und lebensgroß, eine Metallkrone auf dem Kopf. Annette Greiners Strickliesel-Installation ist eine
künstlerische Annäherung an das Thema Geschlechterrollen. "Verstrickungen" sind ausgestellt in der Abteilung "Frauen und Männer. Arbeits- und Bilderwelten" - hier werden erstmals in der deutschen Museumslandschaft Arbeitsteilung und Rollen von Männern und Frauen mit sozialgeschichtlichen und Kunst-Exponaten dokumentiert. (Informationen zu Ausstellung und Rahmenprogramm: Dr. Elisabeth v. Dücker, Tel.: 42832-2364)

Haferflockenmaschine
28. November 2002 bis 30. März 2003
Michael Baltzer und Petra Schoenewald stellen Skulpturen und Installationen im KUNSTRAUM des Museums aus. Familienalltag, Spiel, Arbeit,
Beziehungsgeflechte, Harmonie und Störung, Banales und Ungleichzeitiges sind Stoff der Ausstellung. Gebrauchsgegenstände, Spielsachen und Möbel funktionieren als Ausgangsobjekte, die zu Skulpturen und Rauminstallationen werden, z. B. zu einem "Spielsofa". Spieltrieb, Entdeckerlust und Freude an einer analytischen Perspektive spielen für das Künstlerpaar eine entscheidende Rolle. Familie und Beruf, Kunst und Leben verbinden sich in der "Haferflockenmaschine" und schlagen gleichzeitig den Bogen zur thematischen Einbindung in das Museum der Arbeit, in die Dauerausstellung "Frauen und Männer. Arbeits- und Bilderwelten". (Informationen zu Ausstellung und Rahmenprogramm: Dr. Elisabeth v. Dücker, Tel.: 42832-2364)

Ansichtssache?! - Junge HamburgerInnen zur Einwanderung
Aktionswoche der Werkstatt für Migrationsgeschichten
bis 4. November
Wie lebt es sich mit Erfahrungen von Migration, am eigenen Leibe, bei Eltern, in der Nachbarschaft...? Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben das
Angebot des Museums genutzt, an Workshops zum Thema "Hamburg und Migration" teilzunehmen und selbst kreativ zu werden. Die vielfältigen Ergebnisse werden noch bis zum 4. November präsentiert: darunter Videoarbeiten, Akustikinstallation, Songs, Malerei, Theater und Literaturperformance. (Programm und weitere Workshops während der Aktionswoche bei Anne-Gaëlle Rocher, Tel.: 42832-2150, E-Mail: rocher@museum-der-arbeit.de)

• Veranstaltungen •

Rahmenprogramm zur Ausstellung "Ansichtssache!? - Junge HamburgerInnen zur Einwanderung"
DEUTSCH GUTT SONST GELD ZURUCK!
Sonntag, 3. November, 15.00 Uhr in der Alten Fabrik
Eine Lese-Performance mit Zé do Rock, dem brasilianischen Karl Valentin
Zé do Rock hat di deutshe ortografi richtig reformiert und ein vereinfachtes deutsh kreirt. Er bereiste 13 jare lang üba 100 Lända und lebt heut als kabarettist und

freia autor mit cultstatus meist in münchen.
Er liest und spielt aus seinen Werken "Fom Winde ferfeelt", "UFO in der küche", und "DEUTSCH GUTT SONST GELD ZURÜCK".
(Auskunft über weitere Veranstaltungen gibt Anne-Gaëlle Rocher, Tel.: 42832-2150, E-Mail: rocher@museum-der-arbeit.de)

MULTIMEDIX
15. bis 17. November
Die Messe für Aus- und Weiterbildung in Medienberufen
Zum vierten Mal veranstaltet das Arbeitsamt Hamburg zusammen mit Partnerfirmen aus dem Bereich Neue Medien im Museum der Arbeit die MULTIMEDIX.
Schon im letzten Jahr nutzten über 5.000 Besucher die Möglichkeit, sich direkt bei den Anbietern über Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung in Medienberufen zu informieren und Kontakte herzustellen.

woMen talk
Arbeit in einer sich immer stärker globalisierenden Welt - das ist Thema von woMen talk 2002/ 2003. Es geht in dieser Veranstaltungsreihe - die sich an Männer
und Frauen richtet - um die Frage nach dem Wert von Arbeit, um Neubewertung von Frauenarbeit, um konkrete Beispiele weiblicher Erwerbstätigkeit, etwa am Arbeitsplatz Prostitution heute oder während des Nationalsozialismus im "frauentypischen" Beruf der Fürsorgerin. Leben und Arbeit von Frauen in der globalisierten Welt ist der andere Schwerpunkt: Visionen von Frauen zum Thema "Frauen / Körper / Politik" aus vier Erdteilen, Leben und Kampf landloser Frauen in Bangladesch, Einblicke in die Arbeit von Frauen für den globalisierten Markt, Reflexionen zur zukünftigen Ernährung im Zeitalter von Gen- und Biotechnologie.
25. November, 19.00 Uhr: Eine Arbeit wie jede andere? Prostitution und Frauenhandel in Hamburg. Vortrag und Diskussion mit Emilija Mitrovic, Anita Sommer, amnesty for women, Peter Bremme.
In Deutschland arbeiten mindestens 400.000 Menschen in der Prostitution: überwiegend Frauen, die Hälfte von ihnen Migrantinnen. Seit Anfang des Jahres gibt es ein neues Prostitutionsgesetz. Ist Prostitution nun eine Arbeit wie jede andere? Wer profitiert von diesem Gesetz? Hat sich die Haltung der Gesellschaft zur Prostitution geändert? Was wird getan gegen den im Zuge der Globalisierung anwachsenden Frauenhandel? Und was wird den Prostituierten angeboten, die aussteigen wollen?

• Bitte vormerken: •

Ökologischer Weihnachtsmarkt - Reparieren statt Wegwerfen.
6. bis 8. Dezember
Unter dem Motto "Reparieren statt Wegwerfen" verwandeln (Kunst)Handwerker kaputte Schubladenschätze wieder in funktionstüchtige Kleinode.
Das Reparaturangebot auf dem zweiten ökologischen Weihnachtsmarkt im Museum der Arbeit reicht vom Restaurieren antiker Stücke bis hin zur Reparatur von
Hightech-Geräten. Die oftmals vergebliche Suche nach einem Reparaturbetrieb hat ein Ende: Hier finden Sie den Puppendoktor, die Porzellanklinik, eine Maschine, die auf wundersame Weise Strumpflaufmaschen aufhält, einen Schuster, Uhrmacher, Stuhlmacher, Scherenschleifer und und und. Auch die Kunsthandwerker lassen sich bei der Arbeit über die Schulter schauen. Der Markt wird begleitet von Vorträgen zur Gesundheits- und Umweltberatung, einer Öko-Modenschau und vieles andere mehr. Zum Verweilen und Verwöhnen haben Sie im Bio-Restaurant, bei einem heißen Adventssonntags-Punsch Gelegenheit. Für Kinder gibt es ein eigenes Programm: aus Naturmaterialien entsteht auf wundersame Weise ein Spielzeug, an der Saftpresse werden Äpfel verarbeitet und in der Druckwerkstatt des Museums kann der eigene Wunschzettel gedruckt werden. Fr, 6. 12. 17-21 Uhr, Sa/ So, 7./8.12. 10-18 Uhr

• Führungen •

Sonntags 14.00 Uhr
Sonntags werden an folgenden Terminen Führungen durch die Sonderausstellungen angeboten:
ANSCHLÄGE: 3. und 10. November

Mittwochs 12.00 Uhr
6. November: "Und vor dem ersten Kinderschrei´n muß ich mich ersma selbs befrei´n" - Geschlechterrollen, Emanzipation, Arbeit. Elisabeth von Dücker
13. November: Arbeiten mit Holzschnitt und Schrift - Stadtsprachbilder. Jürgen Bönig
20. November: Anschläge - Politische Titelbilder und Plakate von Wilhelm Zimmermann. Ursula Schneider
27. November: Der museale Blick. Henkelmänner und heimliche Erzieher. Angela Jannelli

Führungen für Schulklassen und andere Gruppen bitte über den Museumsdienst unter Tel. 42824-325 buchen.

• Vorführungen •

Jeweils Sa und So von 15.00 bis 16.30 Uhr:
02./ 03. November: Kalligrafie. Naemi Billker
09./ 10. November: Arbeit an der Schnellpresse. Günter Poppenborg
16./ 17. November: Letternguss von Hand. Ernst Kulschewski
23./ 24. November: Arbeit an der Kamm-Säge. Hans Richter
30. November/ 1. Dezember: Lithografie und Steindruck. Inge Kaliska

Montag bis Sonnabend, 14.00 und 15.00 Uhr, jeweils 30 Minuten
Demonstrationen im Bereich Satz und Druck

Neu: Jeden Mittwoch 15.00-17.00 Uhr:
Schriftherstellung heute - Digitale Typografie. Silvia Janssen

Jeden Sonntag, außer am 17. November, 13.30 -17.00 Uhr
Stanzen, Prägen, Emaillieren - die Produktion von Medaillen.
Jens Germerdonk/Philipp Michel/Daniel Janssen/Klaus Schreiber

• Neuigkeit •

Öko-Wochenmarkt

Neu: immer samstags 9.30-14.00 Uhr auf dem Museumshof
Seit dem 12. Oktober können BesucherInnen des Museums der Arbeit "ganz nebenbei" ihren Wochenendeinkauf erledigen: direkt vor dem Museum gastiert jeden Samstag der Öko-Wochenmarkt Barmbek, organisiert vom Gut Wulfsdorf, das für Kompetenz im biologisch-dynamischen Anbau steht.

• Außenstellen •

Museum am Hafen
Außenstelle Hafen des Museums der Arbeit
Kopfbau Schuppen 50A, Australiastraße, 20457 Hamburg, erreichbar über S-Bahn Veddel und 10 Minuten Fußweg. Tel.: 73091184.
Das Museum am Hafen ist während der Schlechtwetterzeit für BesucherInnen geschlossen. Kopfbau 50A, Schwimm-Dampfkran "Saatsee", Schutendampfsauger

"Sauger IV", die Hamburger Kastenschute oder der Van Carrier "VC 26" sind wieder ab Ostern 2003 bis Ende Oktober zu besichtigen.
Öffnungszeiten während der Saison: Di-Fr, 14.00 bis 18.00 Uhr; Sa, So und Feiertage 10.00 bis 18.00 Uhr

Speicherstadtmuseum
Speicher der Firma Eichholtz & Cons., St. Annenufer 2, 20457 Hamburg, Tel.: 040/321191, Fax: 040/321350. Öffnungszeiten: Di-So 10.00-17.00 Uhr, Eintritt
Euro 2,50/ erm. 1,50. Veranstaltungen in gesondertem Faltblatt.
Jeden Sonntag 11.00 Uhr: "Die Speicherstadt als Baudenkmal und Arbeitsort". Rundgang durch die Speicherstadt und das Speicherstadtmuseum, Euro 6,-/ erm. 4,-. Treffpunkt: Zollstation Kornhausbrücke.

Landesarbeitsgericht
Im Gebäude des Landesarbeitsgerichts, Osterbekstr. 96, zeigt das Museum der Arbeit werktags von 7.00 - 15.00 Uhr eine Dauerausstellung zum Thema "Arbeit:
Stolz - Gefahren - Zwänge".

• Öffnungszeiten an den Feiertagen •

Das Museum bleibt an folgenden Tagen geschlossen: 24., 25. sowie 31. Dezember und 1. Januar.

Museum der Arbeit
Öffnungszeiten: Mo 13-21 Uhr; Di-Sa 10-17 Uhr; So 10-18 Uhr
Eintrittspreise regulär: Einzelkarte EUR 4/erm. 2,50; Familienkarte EUR
8/erm. 5; Sonderausstellungstarif: Einzelkarte EUR 6/erm. 4;
Familienkarte EUR 10/erm. 6,50; am Freitag für alle EUR 2; bei
Sonderausstellungen EUR 3.

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Museum der Arbeit
Öffentlichkeitsarbeit
Poppenhusenstr. 12
22305 Hamburg


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