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Airbus-Urteil
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Gehen in Hamburg die Lichter aus?
NABU: Gerichtsurteil zur Airbus-Erweiterung ist eine schallende Ohrfeige für den Senat
Der NABU begrüßt das Urteil des Verwaltungsgerichts, in dem der Planfeststellungsbeschluss zur Airbus-Erweiterung aufgehoben wird, und fordert als logische Konsequenz einen umgehenden Baustopp. Nach Ansicht des NABU gibt es keinen Zusammenhang zwischen dem Gerichtsurteil und vermeintlichen Schäden für den Wirtschaftsstandort Hamburg. Das Verwaltungsgericht habe nach rein rechtlichen Erwägungen entschieden, so der NABU.
„Mit dem Gerichtsurteil bekommt der Hamburger Senat die notwendige Quittung dafür, dass er das strittige Projekt gegen alle Widerstände und Warnungen durchgeboxt hat,“ meint NABU-Vorsitzender Rolf Bonkwald, „es kommt einer schallenden Ohrfeige gleich.“ Als logische Konsequenz aus dem Urteil fordert der NABU jetzt einen Baustopp. Mit aller Entschiedenheit wendet sich der NABU gegen Versuche, einen Zusammenhang zwischen dem Gerichtsurteil und vermeintlichen Schäden für den Wirtschaftsstandort Hamburg herzustellen. „Das Verwaltungsgericht hat allein nach Recht und Gesetz zu urteilen und nicht mit Rücksicht auf getätigte Investitionen,“ so Rolf Bonkwald. Gerade bei einem derartigen Großprojekt wäre nach Ansicht des NABU eine sorgfältige, rechtlich abgesicherte Planung im Vorwege unbedingt erforderlich gewesen. Die Blamage habe im übrigen die Stadt Hamburg zu verantworten, die dieses fragwürdige Projekt am falschen Standort ohne ausreichende Prüfung der rechtlichen Voraussetzungen durchsetzen will. Der NABU hat schon frühzeitig dem Senat vernünftige Alternativlösungen vorgeschlagen. Bonkwald unterstreicht, dass der Planfeststellungsbeschluss auch vor dem Hintergrund des vorliegenden Antrages auf eine zusätzliche Landebahnverlängerung auf 3273 m (statt bisher geplant 2684 m) hinfällig ist, da die Planungsziele bewusst unvollständig und fehlerhaft gehalten worden sind. Der gekippte Planfeststellungsbeschluss ist aus einer Vielzahl gewichtiger Gründen angreifbar, nicht nur aus Lärmschutzgründen.
Für Rückfragen: Dr. Manfred Prügel, Tel. 040 / 69 70 89 13
Bernd Quellmalz (V.i.S.d.P.) Pressesprecher Naturschutzbund Deutschland (NABU) Landesverband Hamburg e.V.
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