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NABU: Spinnen sind nützliche Insektenvertilger
Im Spätsommer und Herbst sind jetzt die Spinnen besonders auffällig, gibt der NABU Hamburg einen Beobachtungstipp. Denn sie weben überall ihre Netze, die durch morgendlichen Tau gut sichtbar sind. Die Furcht vieler Menschen vor diesen kleinen Achtbeinern entkräftet der NABU: Keine von den in Europa vorkommenden etwa 800 Arten kann den Menschen gefährlich werden. Mit einfachen Maßnahmen im Garten kann jeder etwas für die heimischen Spinnen tun.
„Jetzt beginnt für viele Menschen wieder eine „gruselige“ Zeit“, so Stephan Zirpel, Geschäftsführer beim NABU Hamburg, „vor allem abends kommt es mitunter zu unerfreulichen Zusammentreffen zwischen Mensch und Spinne, weil die Spinnen sich an kalten Abenden gerne in wärmere Wohnungen zurückziehen.“ Die Furcht ist aber unbegründet, da die heimischen Spinnen für den Menschen völlig ungefährlich sind. Spinnen sind den Menschen unter Umständen sogar nützlich, da sie Insekten vertilgen: „Mücken, Motten oder geflügelte Blattläuse sind die bevorzugte Nahrung der Spinnen“, berichtet Zirpel. Die Bedeutung der Spinnen bei der Regulation der Insektenfauna ist daher nicht zu unterschätzen. „Wer einen kleinen Holzstapel, einen Steinhaufen oder einige abgeblühte Stauden im Garten stehen lässt, kann ihnen leicht einen Lebensraum schaffen“, gibt der NABU-Geschäftsführer einen praktischen Tipp, „und reguliert so auf natürliche Weise die Insektenfauna.“ Um ihre Beute zu fangen, haben die Spinnen unterschiedliche Methoden entwickelt: Die Radnetzspinnen bauen typische Spiralnetze, in deren Mitte sie auf Beute lauern. Sie haben Sinnesorgane an den Beinen. mit denen sie feinste Erschütterungen wahrnehmen können. Wenn sich ein Opfer auf ihr Netz verirrt hat, erfasst, tötet und frisst die Spinne es. Manchmal wird auch ein Vorrat angelegt. Dann umwickelt die Spinne ihr Opfer mit ihrem Faden. Springspinnen lauern in Blättern und auf Mauern auf ihre Opfer und springen diese mit einem großen Satz an. Krabbelspinnen sitzen auf Blüten, wo sie auf ihre Opfer warten. Zur Tarnung haben sie oft dieselbe Farbe wie die Blüte. Wenn eine Fliege oder Biene auf der Blüte landet, nimmt die Spinne die Erschütterungen mit ihren Tastorganen an den Beinen wahr und erbeutet das Insekt.
Reichlich Wissenswertes und Interessantes über Spinnen bietet die NABU-Broschüre „Spinnen Faszination auf den zweiten Blick!“, die gegen Einsendung von 3,53 Euro in Briefmarken an den NABU Hamburg, Habichtstr. 125, 22307 Hamburg erhältlich ist. Weitere Infos zum naturnahen Gärtnern gibt es im Internet unter www.NABU-Hamburg.de
Bernd Quellmalz (V.i.S.d.P.) Pressesprecher Naturschutzbund Deutschland (NABU) Landesverband Hamburg e.V. Habichtstr. 125 22307 Hamburg
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