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ISSN 1610-0611
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Arac Attack?


NABU: Spinnen sind nützliche Insektenvertilger

Im Spätsommer und Herbst sind jetzt die Spinnen besonders auffällig, gibt
der NABU Hamburg einen Beobachtungstipp. Denn sie weben überall ihre Netze,
die durch morgendlichen Tau gut sichtbar sind. Die Furcht vieler Menschen
vor diesen kleinen Achtbeinern entkräftet der NABU: Keine von den in Europa
vorkommenden etwa 800 Arten kann den Menschen gefährlich werden. Mit
einfachen Maßnahmen im Garten kann jeder etwas für die heimischen Spinnen
tun.

„Jetzt beginnt für viele Menschen wieder eine „gruselige“ Zeit“, so Stephan
Zirpel, Geschäftsführer beim NABU Hamburg, „vor allem abends kommt es
mitunter zu unerfreulichen Zusammentreffen zwischen Mensch und Spinne, weil
die Spinnen sich an kalten Abenden gerne in wärmere Wohnungen
zurückziehen.“ Die Furcht ist aber unbegründet, da die heimischen Spinnen
für den Menschen völlig ungefährlich sind. Spinnen sind den Menschen unter
Umständen sogar nützlich, da sie Insekten vertilgen: „Mücken, Motten oder
geflügelte Blattläuse sind die bevorzugte Nahrung der Spinnen“, berichtet
Zirpel. Die Bedeutung der Spinnen bei der Regulation der Insektenfauna ist
daher nicht zu unterschätzen. „Wer einen kleinen Holzstapel, einen
Steinhaufen oder einige abgeblühte Stauden im Garten stehen lässt, kann
ihnen leicht einen Lebensraum schaffen“, gibt der NABU-Geschäftsführer
einen praktischen Tipp, „und reguliert so auf natürliche Weise die
Insektenfauna.“
Um ihre Beute zu fangen, haben die Spinnen unterschiedliche Methoden
entwickelt: Die Radnetzspinnen bauen typische Spiralnetze, in deren Mitte
sie auf Beute lauern. Sie haben Sinnesorgane an den Beinen. mit denen sie
feinste Erschütterungen wahrnehmen können. Wenn sich ein Opfer auf ihr Netz
verirrt hat, erfasst, tötet und frisst die Spinne es. Manchmal wird auch
ein Vorrat angelegt. Dann umwickelt die Spinne ihr Opfer mit ihrem Faden.
Springspinnen lauern in Blättern und auf Mauern auf ihre Opfer und springen
diese mit einem großen Satz an. Krabbelspinnen sitzen auf Blüten, wo sie
auf ihre Opfer warten. Zur Tarnung haben sie oft dieselbe Farbe wie die
Blüte. Wenn eine Fliege oder Biene auf der Blüte landet, nimmt die Spinne
die Erschütterungen mit ihren Tastorganen an den Beinen wahr und erbeutet
das Insekt.

Reichlich Wissenswertes und Interessantes über Spinnen bietet die
NABU-Broschüre „Spinnen Faszination auf den zweiten Blick!“, die gegen
Einsendung von 3,53 Euro in Briefmarken an den NABU Hamburg, Habichtstr.
125, 22307 Hamburg erhältlich ist. Weitere Infos zum naturnahen Gärtnern
gibt es im Internet unter www.NABU-Hamburg.de


Bernd Quellmalz (V.i.S.d.P.)
Pressesprecher
Naturschutzbund Deutschland (NABU)
Landesverband Hamburg e.V.
Habichtstr. 125
22307 Hamburg



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