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Hummeln
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W E R T V O L L E B L Ü T E N B E S T Ä U B E R NABU: Hummeln sind jetzt auf blütenreichen Wiesen unterwegs
Der NABU Hamburg gibt jetzt einen Naturtipp zu den kleinen, buschigen Hummeln: Auf weiten Wiesen mit einer farbenfrohen Blütenpracht tummeln sich jetzt zahlreiche Insekten, unter ihnen auch die Hummeln. Sie sind sehr eng mit den Bienen verwandt, die durch ihre hochorganisierten Staaten sowie durch die Erzeugung von Honig und Wachs schon vor Jahrtausenden die Aufmerksamkeit der Menschen erregt haben. Die Hummeln leben zwar auch sozial, bleiben aber hinter der Staatenbildung der Bienen weit zurück. Im Gegensatz zu vielen anderen Insekten fliegen die Hummeln zur Nahrungssuche auch bei kaltem und regnerischen Wetter aus und sind dabei gut zu beobachten, so der NABU.
“Besonders bemerkenswert bei den Hummeln ist die Art der Blütenwahl”, so Stephan Zirpel, Geschäftsführer des NABU Hamburg, „im Gegensatz zu dem hochentwickelten System des Informationsaustausches bei den Honigbienen beruht das Einsammeln von Nektar und Pollen bei den Hummeln ausschließlich auf Eigeninitiative.” Auf ihren ersten paar Flügen besucht eine frisch geschlüpfte Arbeiterin eine Anzahl verschiedener Blüten und lernt so das momentane Angebot kennen. Sie spezialisiert sich dann auf die zur Zeit profitabelste Blume. Wenn diese bestimmte Blumenart aber nicht mehr genügend Nahrung hergibt, sucht sich die Hummel die nächst ergiebige Blume. Die später geschlüpften Hummeln finden ein verändertes Blumenangebot vor und spezialisieren sich dementsprechend auf eine andere Blumenart. “Dieser Vorgang wiederholt sich während des ganzen Sommers und erlaubt einer Kolonie, eine große Vielfalt verschiedener Blütentypen zu nutzen, ohne auf die Vorteile der Arbeitsteilung zu verzichten”, erläutert Zirpel den entscheidenden Vorteil dieser Blütenwahl, „es findet also eine Anpassung der Kolonie an das jeweilige Nahrungsangebot statt.” Die Honigbienen dagegen verfahren anders: Eine Kundschafterin meldet eine ergiebige Futterquelle an den Staat. Schon kurze Zeit konzentriert sich ein beträchtlicher Teil der Arbeiterinnen auf diese Quelle. Die große Zahl der Arbeiterinnen in einem Bienenstock, etwa 40.000 bis 80.000, ermöglicht eine rasche Ausbeute einer derartig ergiebigen Quelle. “Die Ursache für diese Vorgehensweise mag in der tropischen Herkunft der Honigbiene begründet liegen. In den Tropen ist das Nahrungsangebot reicher und häufig konzentrierter”, erläutert der NABU-Geschäftsführer die Hintergründe. Dagegen seien in den typischen Lebensräumen der Hummeln, wie z.B. Moor, Heide oder blumenreiche Wiesen, das Angebot weit zerstreut über viele einzelne, relativ unergiebige Blumen.
Die NABU-Aktionsmappe „Mein Garten natürlich schön und tierisch gut“ bietet ausreichend Tipps, wie man Hummeln und anderen Tieren vor seiner Haustür helfen kann. Sie ist gegen Einsendung von 7,65 Euro in Briefmarken beim NABU Hamburg, Habichtstr. 125, 22307 Hamburg erhältlich.
Bei Rückfragen: Stephan Zirpel, Tel.: 040 / 69 70 89 - 22
Aut.: Bernd Quellmalz (V.i.S.d.P.)
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