Titel Hamburg Initiativen Hamburg-Termine Inland International Magazin Archiv Suchen
Initiativen:
Publikationen, Plakate, Mitteilungen und Ankündigunen.


Themen:
NABU
Friedensini Wilhelmsburg
Intervention e.V.
Dunkelziffer


Service:
Impressum
ISSN 1610-0611
Information
Intern
Newsletter
Archiv


Igelschutz im eigenen Garten

Stachlige Angelegenheit!

NABU informiert über Igelschutz im eigenen Garten

Herbstzeit ist Igelzeit. Aus diesem Anlass gibt der NABU Hamburg jetzt
Tipps zum Igelschutz. In erster Linie ist nach Ansicht des NABU hierfür die
naturnahe Gestaltung von Gärten, Parks und Grünanlagen erforderlich.
Frühestens ab Mitte November sollten kranke und schwache Igel nur in
absoluten Notfällen unter fachlicher Anleitung in menschlicher Obhut
gepflegt und über den Winter gebracht werden.

Eine Bodenbedeckung durch Laub- oder Pflanzenreste in Gärten, Parks und
Grünanlagen hilft dem Igel, denn hier leben zahlreiche Kleintiere, die ihm
als Nahrung dienen. Außerdem sind Versteckmöglichkeiten und
Überwinterungsplätze, z.B. durch das Anpflanzen von dichtem Gebüsch und
durch das Anlegen von Holzstößen oder Reisighaufen, für sein Überleben
notwendig. „Neben der naturnahen Gartengestaltung und -pflege, ist es
ebenso wichtig, tückische Igelfallen im Garten zu entschärfen“, erläutert
Stephan Zirpel, Geschäftsführer beim NABU Hamburg, „nicht abgedeckte
Kellerschächte und Wasserbecken mit steilen Ufern sollten mit schräg
gestellten Brettern versehen werden, damit hinein gestürzte Igel auch
wieder heraus klettern können.“ Der Gartenzaun sollte Durchschlüpfe für
Igel aufweisen. Denn die Igel haben einen großen Aktionsraum, der sich über
mehrere Gärten erstreckt. Natürlich sollte dem Igel und anderen
Gartenbewohnern zuliebe auch auf den Einsatz von Insekten- und
Schneckenvernichtungsmitteln verzichtet werden. „In einer naturnahen
Umgebung haben oft auch“, ist sich Zirpel sicher, „Igel, die Mitte November
deutlich weniger als 500 g wiegen, sowie nach menschlichem Ermessen
untergewichtige Tiere eine gute Chance, den Winter zu überstehen erkennbar
kranke und verletzte Tiere bedürfen allerdings der Pflege.“ Diese erfordert
jedoch Wissen und Erfahrung und ist mit einigen Kosten und Mühen verbunden.
Zirpel weiß: „Jeder Versuch, Igel ohne entsprechende Fachkenntnisse pflegen
zu wollen, schadet mehr als er nützt. Besser ist es daher, untergewichtige,
aber ansonsten gesunde Tiere zuzufüttern.“ Als Nahrung kann man dem Igel,
der sich in der Natur von Würmern, Schnecken und Insekten ernährt, Katzen-
oder Hundefutter aus der Dose angemischt mit Haferflocken und trockenem
Igelfutter sowie Banane und Erdnussbruch aus der Zoohandlung anbieten. „Auf
keinen Fall sollte man Milch geben sondern ausschließlich lauwarmes
Wasser!“, appelliert der NABU-Vertreter. Igel, die im Hause aufgepäppelt
werden, sollten, sobald sie das nötige Gewicht haben, in einem kühlen aber
frostfreien Raum untergebracht werden. Sobald sie in den Winterschlaf
gefallen sind, müssen sie unbedingt in Ruhe gelassen werden, bis sie im
nächsten Frühjahr von selbst erwachen. „Im Zweifelsfall sollten man sich
vor der Aufnahme eines Igels an erfahrene Igelfachleute wenden“, rät Zirpel.

Wer dem Igel und anderen Tieren im Garten helfen will, kann gegen
Einsendung von 7,65 Euro in Briefmarken an den NABU Hamburg, Habichtstr.
125, 22307 Hamburg die umfangreiche Aktionsmappe "Mein Garten - natürlich
schön und tierisch gut!" mit wertvollen Tipps zum Tierschutz und
Vorschlägen zu wirkungsvollen Maßnahmen anfordern. Weitere Infos auch im
Internet unter www.NABU-Hamburg.de



Bernd Quellmalz (V.i.S.d.P.)
Pressesprecher
Naturschutzbund Deutschland (NABU)
---------------
Für seine erfolgreiche Naturschutzarbeit benötigt der NABU eine breite
Unterstützung und eine starke Mitgliederbasis. Bitte treten Sie deshalb
noch heute bei. Ein Anmeldeformular (pdf-Datei) finden Sie unter
www.NABU-Hamburg.de/html/pdf/mitgl1.pdf


nach oben

--

< zurück --vorwärts > ↑ nach oben

Zauberhaftes Andalusien | NABU: Vogel des Jahres 2003 ist der Mauersegler