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Igelschutz im eigenen Garten
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Stachlige Angelegenheit!
NABU informiert über Igelschutz im eigenen Garten
Herbstzeit ist Igelzeit. Aus diesem Anlass gibt der NABU Hamburg jetzt Tipps zum Igelschutz. In erster Linie ist nach Ansicht des NABU hierfür die naturnahe Gestaltung von Gärten, Parks und Grünanlagen erforderlich. Frühestens ab Mitte November sollten kranke und schwache Igel nur in absoluten Notfällen unter fachlicher Anleitung in menschlicher Obhut gepflegt und über den Winter gebracht werden.
Eine Bodenbedeckung durch Laub- oder Pflanzenreste in Gärten, Parks und Grünanlagen hilft dem Igel, denn hier leben zahlreiche Kleintiere, die ihm als Nahrung dienen. Außerdem sind Versteckmöglichkeiten und Überwinterungsplätze, z.B. durch das Anpflanzen von dichtem Gebüsch und durch das Anlegen von Holzstößen oder Reisighaufen, für sein Überleben notwendig. „Neben der naturnahen Gartengestaltung und -pflege, ist es ebenso wichtig, tückische Igelfallen im Garten zu entschärfen“, erläutert Stephan Zirpel, Geschäftsführer beim NABU Hamburg, „nicht abgedeckte Kellerschächte und Wasserbecken mit steilen Ufern sollten mit schräg gestellten Brettern versehen werden, damit hinein gestürzte Igel auch wieder heraus klettern können.“ Der Gartenzaun sollte Durchschlüpfe für Igel aufweisen. Denn die Igel haben einen großen Aktionsraum, der sich über mehrere Gärten erstreckt. Natürlich sollte dem Igel und anderen Gartenbewohnern zuliebe auch auf den Einsatz von Insekten- und Schneckenvernichtungsmitteln verzichtet werden. „In einer naturnahen Umgebung haben oft auch“, ist sich Zirpel sicher, „Igel, die Mitte November deutlich weniger als 500 g wiegen, sowie nach menschlichem Ermessen untergewichtige Tiere eine gute Chance, den Winter zu überstehen erkennbar kranke und verletzte Tiere bedürfen allerdings der Pflege.“ Diese erfordert jedoch Wissen und Erfahrung und ist mit einigen Kosten und Mühen verbunden. Zirpel weiß: „Jeder Versuch, Igel ohne entsprechende Fachkenntnisse pflegen zu wollen, schadet mehr als er nützt. Besser ist es daher, untergewichtige, aber ansonsten gesunde Tiere zuzufüttern.“ Als Nahrung kann man dem Igel, der sich in der Natur von Würmern, Schnecken und Insekten ernährt, Katzen- oder Hundefutter aus der Dose angemischt mit Haferflocken und trockenem Igelfutter sowie Banane und Erdnussbruch aus der Zoohandlung anbieten. „Auf keinen Fall sollte man Milch geben sondern ausschließlich lauwarmes Wasser!“, appelliert der NABU-Vertreter. Igel, die im Hause aufgepäppelt werden, sollten, sobald sie das nötige Gewicht haben, in einem kühlen aber frostfreien Raum untergebracht werden. Sobald sie in den Winterschlaf gefallen sind, müssen sie unbedingt in Ruhe gelassen werden, bis sie im nächsten Frühjahr von selbst erwachen. „Im Zweifelsfall sollten man sich vor der Aufnahme eines Igels an erfahrene Igelfachleute wenden“, rät Zirpel.
Wer dem Igel und anderen Tieren im Garten helfen will, kann gegen Einsendung von 7,65 Euro in Briefmarken an den NABU Hamburg, Habichtstr. 125, 22307 Hamburg die umfangreiche Aktionsmappe "Mein Garten - natürlich schön und tierisch gut!" mit wertvollen Tipps zum Tierschutz und Vorschlägen zu wirkungsvollen Maßnahmen anfordern. Weitere Infos auch im Internet unter www.NABU-Hamburg.de
Bernd Quellmalz (V.i.S.d.P.) Pressesprecher Naturschutzbund Deutschland (NABU) --------------- Für seine erfolgreiche Naturschutzarbeit benötigt der NABU eine breite Unterstützung und eine starke Mitgliederbasis. Bitte treten Sie deshalb noch heute bei. Ein Anmeldeformular (pdf-Datei) finden Sie unter
www.NABU-Hamburg.de/html/pdf/mitgl1.pdf
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