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Justitia lass Dich nicht einseifen!
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JNABU befürchtet einseitige Einflussnahme auf Hamburgs Justiz durch die Airbus-Realisierungsgesellschaft
Der NABU Hamburg hält die heute stattfindende Informationsausfahrt von Hamburger Juristen mit einer Barkasse in das Mühlenberger Loch zur Erörterung rechtlicher Probleme mit der Realisierungsgesellschaft (ReGe) für unlauter. Insbesondere befürchtet der NABU eine einseitige Einflussnahme auf die Hamburger Justiz durch die ReGe. Unter dem Motto „Lassen Sie sich nicht einseifen!“ überreichen NABU-Vertreter den Juristen kurz vor der Abfahrt ein Stück Seife und Informationsmaterial über die ökologischen Auswirkungen der Airbus-Erweiterung. Der NABU fordert die Teilnehmer der Ausfahrt auf, sich nicht einseitig durch die Realisierungsgesellschaft beeinflussen zu lassen.
„Der NABU sieht in der Informationsausfahrt den Versuch, maßgebliche Richter und Rechtsanwälte der Freien und Hansestadt Hamburg für sich zu gewinnen“, betont Rolf Bonkwald, Vorsitzender des NABU Hamburg, „gerade für Juristen gilt aber die Verpflichtung, bei jeder Auseinandersetzung beide Seiten anzuhören. Wir halten es für ausgesprochen unlauter, dass die Ausfahrt während der laufenden Verhandlung über die Airbus-Erweiterung stattfindet.“ Der NABU fordert daher die Juristen auf: „Lassen Sie sich nicht einseifen!“ Folgende Gründe machen es nach Ansicht des NABU dringend notwendig, sich über das Projekt umfassend und nicht nur einseitig durch die Realisierungsgesellschaft zu informieren:
· Das EADS-Projekt bricht europäisches Recht (FFH-Richtlinie, Vogelschutz-Richtlinie) und ein internationales Abkommen (Ramsar-Konvention), zu deren Respektierung die Bundesrepublik verpflichtet ist. · Der Hamburger Senat täuscht die Bevölkerung, denn Gegenstand des Planfeststellungsbeschlusses sind unrichtige und bewusst unvollständig gehaltene Unterlagen, wie z.B. die Länge der Start- und Landebahn betreffend. · Der Steuerzahler muss mindestens 0,7 Mrd. Euro für die Herrichtung der Baufläche bezahlen, ohne dass nennenswerte Unternehmenssteuern in die Kasse der Stadt zurückfließen, denn der Firmensitz des Unternehmens ist Amsterdam. · Der Hamburger Senat verspricht eine große Zahl von Arbeitsplätzen durch die so genannte Endmontage des A 380, obwohl nur eng begrenzte Arbeitspakete auf den Standort Hamburg entfallen. · Der Hamburger Senat gefährdet die Sicherheit der Stadt, denn der Stauraum der Elbe im Sturmflutfall wird um rund 170 ha verringert.
Für Rückfragen: Dr. Manfred Prügel, Tel. 040 / 69 70 89 13
Bernd Quellmalz (V.i.S.d.P.) Pressesprecher Naturschutzbund Deutschland (NABU) Landesverband Hamburg e.V. Habichtstr. 125 22307 Hamburg
Tel.: 040 / 69 70 89 - 12, Fax: -19 Mobil: 0162 / 38 36 462 E-Mail: Quellmalz@NABU-Hamburg.de Internet: www.NABU-Hamburg.de
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