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"MARINIS"

" M A R I N I S " 

Blattlauslöwen im Garten

Marienkäfer eignen sich zur natürlichen Schädlingsbekämpfung

Der NABU Hamburg informiert jetzt über den Marienkäfer, der einen großen Anteil an der natürlichen Schädlingsbekämpfung hat. Sowohl als Larve als auch als ausgewachsener Käfer ernährt er sich von Blattläusen.

„Die hübschen Marienkäfer kennt wohl jedes Kind als Glücksbringer“, sagt Stephan Zirpel, Geschäftsführer des NABU Hamburg, „etwa 70 verschiedene Marienkäfer-Arten gibt es allein in Deutschland.“ Ihre Farbe rot, gelb oder schwarz kann unterschiedlich sein, ebenso die Zahl ihrer Punkte. „Allen gemeinsam ist aber ihr enormer Appetit auf Blattläuse“, so Zirpel. Rund 100 dieser Pflanzensauger soll so ein Käfer täglich verspeisen. Genauso gefräßig sind auch die Larven des so harmlos wirkenden Glücksboten, die deshalb auch „Blattlauslöwen“ genannt werden. Jede einzelne Larve verspeist in den drei Wochen bis zu ihrer Verpuppung zwischen 400 und 600 Blattläuse. Die Nachkommen eines einzigen Weibchens können so während des Sommers an die Hunderttausend Läuse vertilgen! „Für den Gärtner ist der Marienkäfer also tatsächlich ein echter Glückskäfer“, ist sich Zirpel
sicher und rät: „Auf den Einsatz der Giftspritze kann man daher getrost verzichten.“ Chemische Gifte schädigen zudem häufig auch die natürlichen Verbündeten des Gärtners, entweder direkt oder durch Entzug ihrer Nahrungsgrundlage. „Ein gewisser Besatz an Läusen ist also nicht nur völlig normal, sondern für das Überleben der Marienkäfer auch geradezu notwendig und sollte daher toleriert werden“, betont der NABU-Geschäftsführer. Die Marienkäfer und andere Nützlinge sorgen schon dafür, dass sie nicht überhand nehmen und dadurch in unseren Augen zu „Schädlingen“ werden.

Aut.:
Rückfragen: Stephan Zirpel, Tel.: 040 / 69 70 89 - 22
Bernd Quellmalz (V.i.S.d.P.) Pressesprecher (NABU)

 


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