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NABU: Vogel des Jahres 2003 ist der Mauersegler

Lasst die Mauersegler nicht in der Luft hängen!

NABU: Vogel des Jahres 2003 ist der Mauersegler

Der NABU hat den Mauersegler zum „Vogel des Jahres 2003“ gewählt. Damit
fiel die Wahl auf einen Vogel der stadtbekannt ist und als Sommerbote
schlechthin gilt. Grund für die Kür ist der Verlust an Nistmöglichkeiten
und der in den letzten Jahren beobachtete Bestandsrückgang. Der NABU
Hamburg führt seine 1999 ins Leben gerufene Kampagne „Lasst die Mauersegler
nicht in der Luft hängen!“ zum Schutz der Mauersegler nach wie vor fort.

„Früher galt der Mauersegler noch als häufiger Vogel in Hamburg, der
überall in der Stadt zu beobachten war“, erinnert Sven Baumung,
wissenschaftlicher Mitarbeiter beim NABU Hamburg, an regelrechte
Mauersegler-Schwärme über Hamburg, „heute dagegen leiden die Vögel
zunehmend unter Wohnungsnot.“ Führende Vogelkundler schätzen den
Mauersegler-Bestand in Hamburg zurzeit noch auf etwa 4.500 Brutpaare.
Baumung: „Oftmals sind es Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden, die dem
Mauersegler die Nistmöglichkeiten nehmen.“ Spalten und Hohlräume unter
Dächern und an Hauswänden stellen potentielle Bruthöhlen dar. Bei
Renovierungsarbeiten würden diese oft verschlossen, bei Neubauten gar nicht
erst entstehen. Mit der Anbringung und dem Einbau spezieller Nistkästen an
und in das Mauerwerk ließe sich hier einfache Abhilfe schaffen. Der NABU
hat deshalb in Hamburg seit Beginn seiner Kampagne 1999 das Nistangebot für
diese rasanten Flieger um mehr als 600 spezielle Nistkästen erweitert.
Prominentes Beispiel ist der Bunker in der Feldstraße mit 100 Nistkästen.
Besonders eignen sich für die Anbringung der Mauersegler-Nistkästen Häuser,
an denen es schon Brutpaare gibt oder an denen oft Mauersegler beobachtet
werden. Auch Schulen und andere hohe Gebäude bieten gute Möglichkeiten,
Mauersegler-Nistkästen zu installieren. Baumung appelliert an die
Bevölkerung: „Jeder kann und sollte für den Schutz unserer Mauersegler
aktiv werden und einen oder mehrere Nistkästen aufhängen.“
Mauersegler sind leicht an den sichelförmigen Flügeln zu erkennen. Sie
erinnern stark an Schwalben, mit denen sie jedoch nicht verwandt sind. Als
eine von wenigen Vogelarten besiedelt der Mauersegler den
Innenstadtbereich. Charakteristisch für die Mauersegler sind ihre hohen,
schrillen Rufe, wenn sie im Sommer hoch oben am Himmel ihre Kreise ziehen.
Baumung: „Wenn die Mauersegler aus unserer Stadt verschwinden, wäre dies
ein Verlust an Lebensqualität.“

Die Broschüre „Vogel des Jahres 2003 der Mauersegler“ ist gegen
Einsendung von 2,55 Euro in Briefmarken an den NABU Hamburg erhältlich.
Infos über die NABU-Kampagne „Lasst die Mauersegler nicht in der Luft
hängen!“ gibt es im Internet unter www.NABU-Hamburg.de Der NABU berät unter
Tel.: 040 / 69 70 89 13 interessierte Bürger und Bürgerinnen über die
Probleme der Flugkünstler und mögliche Schutzmaßnahmen in Hamburg.

Bernd Quellmalz (V.i.S.d.P.)
Pressesprecher
Naturschutzbund Deutschland (NABU)

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