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NABU zum Wahlergebnis
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NABU zum Wahlergebnis
Klares Votum für mehr Umweltschutz!
Wahlergebnis: NABU begrüßt klare Absage an umweltpolitische Kehrtwende
In der unerwartet deutlich ausgefallenen Niederlage der Unionsparteien unter Kanzlerkandidat Stoiber sieht der NABU Hamburg eine eindeutige Absage an eine umweltpolitische Kehrtwende. Der NABU begrüßt, dass damit der Versuch abgewendet worden ist, umweltpolitische Fortschritte der vergangenen Legislaturperiode, wie z.B. das novellierte Bundesnaturschutzgesetz, wieder rückgängig zu machen.
„Das Wahlergebnis ist ein klares Votum für mehr Umweltschutz! Wir erwarten nun von der neuen Bundesregierung, dass sie endlich ernst mit dem ökologischen Umbau der Industriegesellschaft macht“, fordert Rolf Bonkwald, Vorsitzender des NABU Hamburg, „die Umweltpolitik muss jetzt endlich an Fahrt gewinnen, damit wir auch den nächsten Generationen eine lebenswerte Zukunft bieten können.“ Dazu gehören nach Ansicht des NABU insbesondere die folgenden Aufgaben:
1. Die überfällige Benennung von Schutzgebieten gemäß der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU muss nun endlich bundesweit umgesetzt werden, um den verbindlichen europäischen Rechtsnormen zu entsprechen und um mögliche Fördermittel zur Regionalentwicklung nicht zu blockieren. 2. Das Bundesnaturschutzgesetz muss in der kommenden Legislaturperiode konsequent umgesetzt werden. 3. Die Lehren aus der jüngsten Hochwasserkatastrophe sind in praktische Politik umzusetzen. Konsequenzen für die Siedlungspolitik sind unvermeidlich. Der Ausbau der mittleren Elbe ist dauerhaft zu stoppen. Vorbeugender Hochwasserschutz verlangt die Wiederherstellung ausreichender Überflutungsräume in Verbindung mit einer Renaturierung der zerstörten Auenbereiche. Eine weitere Vertiefung der Unterelbe lehnt der NABU unter dem Aspekt Sturmflutschutz ab. 4. Die ökologische Steuerreform muss als Instrument zur Kostenentlastung der menschlichen Arbeitskraft fortentwickelt und fortgeführt werden. 5. Der Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie muss fortgeführt werden. Die erneuerbaren Energien sind weiter zu fördern. Dabei sind Erfordernisse des Natur- und Landschaftsschutzes verstärkt zu beachten. Der Einsatz fossiler Energieträger ist entsprechend zurück zu fahren. 6. Die bisher nur zaghaften Ansätze einer Neuorientierung der Verkehrspolitik müssen verstärkt und endlich durch konkrete Entscheidungen in die Praxis umgesetzt werden. Dazu gehört insbesondere die Verlagerung von Gütertransporten auf die Schiene. Unsinnige Großprojekte ohne verkehrlichen Nutzen, wie z.B. der Metrorapid, müssen endlich aufgegeben werden. Sie würden zu Lasten dringend erforderlicher Investitionen in das Schienennetz gehen.
„Der NABU erwartet, dass der klare Wählerauftrag für eine ökologische Reformpolitik bei den Koalitionsverhandlungen ausreichend ernstgenommen wird und nicht durch kurzfristige Wirtschaftsinteressen blockiert wird“, so Bonkwald, „langfristig zahlt sich eine Politik, die ökologische Erfordernisse respektiert, auch ökonomisch aus.“
Bernd Quellmalz (V.i.S.d.P.) Pressesprecher Naturschutzbund Deutschland (NABU) Landesverband Hamburg e.V.
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