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Tierhotel im Garten
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Jetzt Laub- und Reisighaufen anlegen!
Tierhotel im Garten
NABU: Reisig- und Laubhaufen beleben den Garten. Auf Laubsauger verzichten!
Jetzt ist wieder Aufräumzeit im Garten. Bäume und Sträucher müssen geschnitten und Laub zusammengerecht werden. Der NABU rät, das reichlich vorhandene Material zur Belebung des Gartens durch einen Laub- oder Reisighaufen zu nutzen. Die Verwendung von Laubsaugern lehnt der NABU ab.
„Der Reisighaufen ist ein unverzichtbarer Bestandteil eines lebendigen Gartens“, sagt Stephan Zirpel, Geschäftsführer des NABU Hamburg, „bald beginnt zum Beispiel für unsere Igel die Suche nach einem Platz für den Winterschlaf. Dafür bietet ein Reisighaufen ideale Bedingungen für die vielen Kleinlebewesen, die sich zum Schutz vor der kalten Jahreszeit dorthin zurückziehen.“ Am eindrucksvollsten präsentiert sich der Reisighaufen dann im Frühjahr: Zaunkönig und Rotkehlchen, Erdkröte, Spitzmaus und ein Millionenheer an Insekten und Spinnen machen den Haufen zu einem richtigen „Tierhotel“. „Das ist nicht nur ein spannendes Beobachtungsfeld für alle Naturfreunde, sondern auch eine Stütze für jeden Gärtner. Viele dieser Tiere sind nämlich nützliche Helfer beim biologischen Pflanzenschutz“ erklärt Zirpel. Der Reisig- und Laubhaufen könne zusammen mit heimischen Sträuchern und Bäumen, einer Blumenwiese, einer Trockenmauer oder einem Gartenteich den Garten in einen vielfältigen Lebensraum verwandelt. Auf keinen Fall sollten nach Ansicht des NABU die anfallenden organischen Abfälle in die Mülltonne gestopft werden. „Wir empfehlen, wenn schon ein Reisighaufen nicht in Frage kommt, wenigstens einen Komposthaufen anzulegen, in dem die Nährstoffe recycelt werden“, so Zirpel, „das kommt auch dem Gärtner zugute, kann er den Kompost doch im darauffolgenden Jahr zur Düngung nutzen.“ Nach Ansicht des NABU sollte übrigens beim Laubkehren nicht nur aus Lärmschutzgründen auf einen motorbetriebenen Laubsauger verzichtet werden. Zirpel: „Die Laubsauger häckseln regelrecht alle Kleintiere, die im Laub natürlicherweise für dessen Abbau sorgen.“ Laub solle vielmehr mit einem herkömmlichen Besen gekehrt werden. Das schone die Umwelt.
Umfangreiche Informationen über Tiere im Garten bietet die NABU-Aktionsmappe „Mein Garten natürlich schön und tierisch gut“, die gegen Einsendung von 7,65 Euro in Briefmarken an den NABU Hamburg, Habichtstr. 125, 22307 Hamburg erhältlich ist. Tipps zum naturnahen Gärtnern gibt der NABU Hamburg auch im Internet unter www.NABU-Hamburg.de
Bernd Quellmalz (V.i.S.d.P.) Pressesprecher Naturschutzbund Deutschland (NABU) Landesverband Hamburg e.V.
--------------- Für seine erfolgreiche Naturschutzarbeit benötigt der NABU eine breite Unterstützung und eine starke Mitgliederbasis. Bitte treten Sie deshalb noch heute bei. Ein Anmeldeformular (pdf-Datei) finden Sie unter
www.NABU-Hamburg.de/html/pdf/mitgl1.pdf
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