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ISSN 1610-0611
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Tierhotel im Garten

Jetzt Laub- und Reisighaufen anlegen!

Tierhotel im Garten

NABU: Reisig- und Laubhaufen beleben den Garten. Auf Laubsauger verzichten!

Jetzt ist wieder Aufräumzeit im Garten. Bäume und Sträucher müssen
geschnitten und Laub zusammengerecht werden. Der NABU rät, das reichlich
vorhandene Material zur Belebung des Gartens durch einen Laub- oder
Reisighaufen zu nutzen. Die Verwendung von Laubsaugern lehnt der NABU ab.

„Der Reisighaufen ist ein unverzichtbarer Bestandteil eines lebendigen
Gartens“, sagt Stephan Zirpel, Geschäftsführer des NABU Hamburg, „bald
beginnt zum Beispiel für unsere Igel die Suche nach einem Platz für den
Winterschlaf. Dafür bietet ein Reisighaufen ideale Bedingungen für die
vielen Kleinlebewesen, die sich zum Schutz vor der kalten Jahreszeit
dorthin zurückziehen.“ Am eindrucksvollsten präsentiert sich der
Reisighaufen dann im Frühjahr: Zaunkönig und Rotkehlchen, Erdkröte,
Spitzmaus und ein Millionenheer an Insekten und Spinnen machen den Haufen zu einem richtigen „Tierhotel“. „Das ist nicht nur ein spannendes
Beobachtungsfeld für alle Naturfreunde, sondern auch eine Stütze für jeden
Gärtner. Viele dieser Tiere sind nämlich nützliche Helfer beim biologischen
Pflanzenschutz“ erklärt Zirpel. Der Reisig- und Laubhaufen könne zusammen
mit heimischen Sträuchern und Bäumen, einer Blumenwiese, einer Trockenmauer oder einem Gartenteich den Garten in einen vielfältigen Lebensraum verwandelt. Auf keinen Fall sollten nach Ansicht des NABU die anfallenden organischen Abfälle in die Mülltonne gestopft werden. „Wir empfehlen, wenn schon ein Reisighaufen nicht in Frage kommt, wenigstens einen Komposthaufen anzulegen, in dem die Nährstoffe recycelt werden“, so Zirpel, „das kommt auch dem Gärtner zugute, kann er den Kompost doch im darauffolgenden Jahr zur Düngung nutzen.“ Nach Ansicht des NABU sollte übrigens beim Laubkehren nicht nur aus Lärmschutzgründen auf einen motorbetriebenen Laubsauger verzichtet werden. Zirpel: „Die Laubsauger häckseln regelrecht alle Kleintiere, die im Laub natürlicherweise für dessen Abbau sorgen.“ Laub solle vielmehr mit einem herkömmlichen Besen gekehrt werden. Das schone die Umwelt.

Umfangreiche Informationen über Tiere im Garten bietet die
NABU-Aktionsmappe „Mein Garten natürlich schön und tierisch gut“, die
gegen Einsendung von 7,65 Euro in Briefmarken an den NABU Hamburg,
Habichtstr. 125, 22307 Hamburg erhältlich ist. Tipps zum naturnahen
Gärtnern gibt der NABU Hamburg auch im Internet unter www.NABU-Hamburg.de

Bernd Quellmalz (V.i.S.d.P.)
Pressesprecher
Naturschutzbund Deutschland (NABU)
Landesverband Hamburg e.V.

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Für seine erfolgreiche Naturschutzarbeit benötigt der NABU eine breite
Unterstützung und eine starke Mitgliederbasis. Bitte treten Sie deshalb
noch heute bei. Ein Anmeldeformular (pdf-Datei) finden Sie unter
www.NABU-Hamburg.de/html/pdf/mitgl1.pdf


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