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ISSN 1610-0611
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„Falschmeldungen und Manipulation“

„Falschmeldungen und Manipulation“
AtomkraftfgegnerInnen werfen Polizei Irreführung der Öffentlichkeit vor

Dannenberg. AtomkraftgegnerInnen haben der Einsatzleitung der Polizei im Zuge des
Castor-Transportes eine gezielte Irreführung der Öffentlichkeit vor. „Die Polizei
missbraucht ihre Rolle zur Konstruktion eines völlig falschen Bildes über den
gewaltfreien Protest im Wendland,“ erklärte Sören Janssen, Pressesprecher der
Anti-Atom-Initiative X-tausendmal quer. „Das grenzt an Verleumdung,“ so Janssen.
Am Nachmittag hatte X-tausendmal quer die Meldung, dass bei Laase ein Deich
unterhöhlt worden sei, als Ente identifizieren können. Nachdem sich lokale
Polizei, Anwohner und der Deichgraf von der Meldung distanziert hatten, musste
auch die Polizei zugeben, dass sie eine Falschmeldung herausgegeben hatte.

In weiteren Fällen hätte die Polizei falsche oder irreführende Informationen
heraugegeben. Zur angeblichen „Notbremsung“ eines ICE vor einer Schie-nenblockade
am vormittag in Lüneburg hat die die Lüneburger Initiative gegen Atomanlagen
mittlerweile eine umfassende Gegendarstellung veröffentlicht.

Ferner behauptet die Polizei, in Hitzacker seien 38 Fahrzeuge beschädigt worden.
Hierfür gibt es außer der Polizei nach Informationen von X-tausendmal quer keine
weiteren Zeugen außer der Polizei. „Im Übrigen sollte nicht mit Steinen werfen,
wer im Glashaus sitzt. Gegen 22.20 Uhr begannen PolizeibeamtInnen im Zuge der
Auflösung einer Straßenblockade in Splietau die Reifen der 42 vor Ort befindlichen
Trecker zu zerstechen und die Fahrzeuge fahruntüchtig zu machen.

„Die Grenzen des Fassbaren sind seit langem überschritten,“ sagte Sören Janssen in
Anspielung auf eine Pressemitteilung der Polizei von heute Vormittag. „Dass
Grundrechte außer Kraft gesetzt werden, hunderte Menschen in Gewahrsm genommen und
verletzt werden, ist schon schlimm genug.

Diese dumpfe Propaganda setzt dem Treiben von Herrn Rheime aber die traurige Krone
auf. Der Versuch, den gewaltfreien Protest derart in Misskredit zu bringen ist
eine Beleidigung für die Menschen hier im Wendland,“ so Janssen.



- Sören Janssen (Pressesprecher)
- Rasmus Grobe (Pressesprecher)
X1000-pressedienst] Presseinfo 6 (13.11.02)


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