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"Laase war der Höhepunkt des Protests"
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AtomkraftgegnerInnen kritisieren Polizeiverhalten "Laase war der Höhepunkt des Protests"
Dannenberg. Einen Tag nach dem Castor-Transport hat die Anti-Atom-Initiative X- tausendmal quer eine positive Bilanz der Proteste gezogen. "Die Blockade in Laase war der Höhepunkt einer sehr erfolgreichen Woche des Protests", erklärte Sören Janssen, Pressesprecher von X-tausendmal quer. Gleichzeitig kündigte X-tausendmal quer eine umfassende Aufarbeitung der Vorkommnisse der letzten Tage an. "Es gab Polizeiübergriffe, Grundrechtseinschränkungen und Manipulation von Informationen. Dies gilt es jetzt gründlich aufzuarbeiten und damit in geeignerter Weise umzugehen," Auch bezüglich der Misshandlung von Jochen Stay werde X-tausendmal quer in der kommenden Woche die weiteren Schritte bekannt geben.
"Wenn die Polizei behauptet, die Castoren seien in "Rekordzeit" von Dannenberg nach Gorleben gekommen, so verdreht dies die Wahrheit," erklärte Janssen. "Natürlich wurden die Castoren erst losgeschickt, nachdem die Polizei die Strecke von AtomkraftgegnerInnen geräumt hatte und die Transporter auf diese Weise "freie Fahrt" hatten," so Janssen. Dies ändere nichts daran, dass mehr als 1000 AtomkraftgegnerInnen die Strecke für mehr als 5 Stunden an einem neuralgischen Punkt blockiert hätten. "Im Übrigen geht es nicht darum, wie lange der Castor- Transport gebraucht oder aufgehalten wurde, sondern darum, dass Tausende von Menschen Zivilcourage zeigen und sich gewaltfrei der Atomenergie widersetzen," so Janssen. Die Transportzeit sei kein geeigneter Indikator für die Intensität des Widerstands, der zudem durch massive Grundrechtseinschränkung und Polizeipräsenz erschwert werde. Gerade unter diesen Vorzeichen sei es um so eindrucksvoller, dass es dennoch so vielen Menschen gelungen war, Aktionen wie die Blockade in Laase durchzuführen. Auch Polizeichef Reime hatte zugeben müssen, dass er nicht mit soviel Protest gerechnet hatte und dies der schwierigste aller Transporte gewesen sei.
X-tausend mal quer prüft nach der brutalen Misshandlung ihres ehemaligen Sprechers Jochen Stay weitere Schritte. Derzeit werden die Berichte der zahlreichen Augenzeugen gesammelt. Die Aussage der beteiligten Beamten, Stay habe eine Polizistin geschubst, sei jedoch falsch. Weder Stay, bekennender Vertreter des Gewaltfreiheit, noch die zahlreichen Zeugen könnten dies bestätigen. Stay, der nach der Misshandlung durch 6 BGS-Beamte unter Schock stand, erholt sich unterdessen von dem Vorfall. Einzelheiten und weitere Schritte will X-tausendmal quer in der nächsten Woche vorstellen. Gleichzeitig betonten die AtomkraftgegnerInnen, dass derartige Übergriffe kein Einzelfall, genauso wenig aber repräsentativ für das Verhalten der Polizei insgesamt seien.
X1000-pressedienst - Sören Janssen (Pressesprecher) - Rasmus Grobe (Pressesprecher) bw11 (15.11.02)
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Jochen Stay von BGS-Beamten brutal misshandelt
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