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RobinWood-Aktion gegen CASTOR-Transport verhindert
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ROBIN WOOD-Aktion gegen CASTOR-Transport verhindert
Durch den massiven Polizeieinsatz im Wendland ist eine Aktion von ROBIN WOOD gegen den Atommülltransport nach Gorleben verhindert worden. Eine Gruppe von ROBIN WOOD-AktivistInnen hatte heute Mittag versucht, auf der CASTOR-Strecke zwischen Lüneburg und Dannenberg in Höhe der Ortschaft Rohstorf an die Gleise zu gelangen, wurde jedoch von Beamten des Bundesgrenzschutzes aufgehalten. Viele andere Protestaktionen waren hingegen erfolgreich. Der Zug wurde mehrfach zu längeren Aufenthalten gezwungen, so dass die Polizei nicht weiter glaubhaft von einem störungsfreien Ablauf sprechen kann.
"Viele lokale Gruppen entlang der Transportstrecke haben vor Ort gegen den Atommüllzug demonstriert. Damit ist das Konzept der Anti-AKW-Bewegung aufgegangen, die Öffentlichkeit wach zu rütteln und zu zeigen: Der Widerstand lebt. Er ist vielfältig, überregional und wohl begründet. Und er richtet sich gegen eine verantwortungslose Atompolitik, die zulässt, dass immer mehr Atommüll produziert wird, ohne dass es dafür ein sicheres Endlager gibt", erklärte Bettina Dannheim, Energiereferentin von ROBIN WOOD.
Der Atommüllberg wächst und wächst. Bis zum Jahr 2040 wird die Atomindustrie den hoch radioaktiven Müll fast verdreifachen. Waren es Ende 2000 noch 8.400 Tonnen, werden es im Jahr 2040 bereits 24.000 Tonnen strahlender Abfall sein. Allein der Zug, der zurzeit Richtung Gorleben rollt, enthält mehr als das Zweifache des radioaktiven Inventars, das bei der Tschernobyl-Katastrophe Land und Leute verseuchte.
Gorleben ist als Endlager ungeeignet. Seit dem 1. Oktober 2000 ruhen die Bauarbeiten im Bergwerk Gorleben, weil auch die rot-grüne Bundesregierung an der Eignung des Standortes Gorleben zweifelte. Das Bundesumweltministerium initiierte daher eine neue, angeblich ergebnisoffene Suche nach einem Endlager. Doch mit jedem CASTOR, der in Gorleben eingelagert wird, wird diese Suche ad
absurdum geführt und Gorleben auf kaltem Weg zum Endlager gemacht. Wie eine wissenschaftlich seriöse Suche nach einem Endlager finanziert werden soll, ist völlig offen. Die Bundesregierung will sich laut Koalitionsvertrag darüber mit den Energiekonzernen "verständigen". Doch die haben längst klar gemacht, dass sie für eine weitere Suche kein Geld mehr ausgeben wollen und der Müll nach Gorleben soll.
ROBIN WOOD fordert, dass Gorleben als Endlagerstandort endgültig aufgegeben wird und sämtliche Atomkraftwerke in Deutschland sofort abgeschaltet werden.
Informationen zum CASTOR-Transport auch unter:
http://www.robinwood.de/CASTOR
Dannenberg und Hamburg, den 13. November 2002
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