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ISSN 1610-0611
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Friedensbewegung zum Jahreswechsel

Zum Jahreswechsel ruft der Bundesausschuss Friedensratschlag Freunde und
Sympathisanten sowie alle friedenswilligen Menschen auf, das Jahr 2003
mit Zuversicht und besonderer Wachsamkeit zu begrüßen.

Zuversicht, weil der seit Monaten angekündigte und in den letzten Tagen
und Wochen gezielt vorbereitete US-Krieg gegen Irak bisher ausgeblieben
ist. Offenbar können die einzige Weltmacht USA und ihr treuester
Verbündeter Großbritannien die Antikriegs-Haltung der Weltöffentlichkeit
und die Reserviertheit fast aller Staaten der Welt nicht ganz
unberücksichtigt lassen.

Besondere Wachsamkeit ist weiterhin aber nötig, da die
Kriegsvorbereitung nicht gestoppt und die unverhohlenen Drohungen aus
Washington nicht abgenommen haben. Hinzu kommt leider auch das immer
deutlichere Abrücken der Bundesregierung von ihrem Versprechen, sich
unter keinen Umständen an einem Irak-Krieg zu beteiligen. Die
Andeutungen Außenminister Fischers vom Wochenende lassen Schlimmes
befürchten. Die Friedensbewegung setzt darauf, dass Rot-Grün von ihrer
Basis, die den Irak-Krieg überwiegend ablehnt, noch rechtzeitig
"zurückgepfiffen" wird.

Am 11. Januar wird sich die deutsche Friedensbewegung in Berlin treffen,
um über die nächsten Aktionen gegen den drohenden Krieg zu beraten. Auf
der Tagesordnung stehen die Koordinierung lokaler und regionaler
Aktionen der nächsten Wochen sowie die Vorbereitung einer bundesweiten
Demonstration am 15. Februar in Berlin. Diese Demonstration steht im
Rahmen eines europaweiten Aktionstages gegen den Krieg, der in vielen
europäischen Hauptstädten mit Massendemonstrationen begangen wird. Dazu
rufen neben der Friedensbewegung noch das "Europäische Sozialforum" und
viele globalisierungskritischen Organisationen (z.B. Attac)
auf.

Im Bundesausschuss Friedensratschlag ist man nach wie vor der Meinung,
dass der Krieg verhindert werden kann. Dazu bedarf es aber eines noch
viel größeren Engagements der Menschen vor Ort, einer allgemeinen
"Mobilmachung für den Frieden", wie das der katholische Kardinal Wetter
in seiner Weihnachtsansprache gefordert hatte.

Kassel, den 30. Dezember 2002
Für den Bundesausschuss Friedensratschlag:
Dr. Peter Strutynski (Sprecher)


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