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Friedensbewegung zum Jahreswechsel
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Zum Jahreswechsel ruft der Bundesausschuss Friedensratschlag Freunde und Sympathisanten sowie alle friedenswilligen Menschen auf, das Jahr 2003 mit Zuversicht und besonderer Wachsamkeit zu begrüßen.
Zuversicht, weil der seit Monaten angekündigte und in den letzten Tagen und Wochen gezielt vorbereitete US-Krieg gegen Irak bisher ausgeblieben ist. Offenbar können die einzige Weltmacht USA und ihr treuester Verbündeter Großbritannien die Antikriegs-Haltung der Weltöffentlichkeit und die Reserviertheit fast aller Staaten der Welt nicht ganz unberücksichtigt lassen.
Besondere Wachsamkeit ist weiterhin aber nötig, da die Kriegsvorbereitung nicht gestoppt und die unverhohlenen Drohungen aus Washington nicht abgenommen haben. Hinzu kommt leider auch das immer deutlichere Abrücken der Bundesregierung von ihrem Versprechen, sich unter keinen Umständen an einem Irak-Krieg zu beteiligen. Die Andeutungen Außenminister Fischers vom Wochenende lassen Schlimmes befürchten. Die Friedensbewegung setzt darauf, dass Rot-Grün von ihrer Basis, die den Irak-Krieg überwiegend ablehnt, noch rechtzeitig "zurückgepfiffen" wird.
Am 11. Januar wird sich die deutsche Friedensbewegung in Berlin treffen, um über die nächsten Aktionen gegen den drohenden Krieg zu beraten. Auf der Tagesordnung stehen die Koordinierung lokaler und regionaler Aktionen der nächsten Wochen sowie die Vorbereitung einer bundesweiten Demonstration am 15. Februar in Berlin. Diese Demonstration steht im Rahmen eines europaweiten Aktionstages gegen den Krieg, der in vielen europäischen Hauptstädten mit Massendemonstrationen begangen wird. Dazu rufen neben der Friedensbewegung noch das "Europäische Sozialforum" und viele globalisierungskritischen Organisationen (z.B. Attac) auf.
Im Bundesausschuss Friedensratschlag ist man nach wie vor der Meinung, dass der Krieg verhindert werden kann. Dazu bedarf es aber eines noch viel größeren Engagements der Menschen vor Ort, einer allgemeinen "Mobilmachung für den Frieden", wie das der katholische Kardinal Wetter in seiner Weihnachtsansprache gefordert hatte.
Kassel, den 30. Dezember 2002 Für den Bundesausschuss Friedensratschlag: Dr. Peter Strutynski (Sprecher)
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