Titel Hamburg Initiativen Hamburg-Termine Inland International Magazin Archiv Suchen
Inland:
Inland


Themen:
Bürger- und Zivilgesellschaft
  SeniorInnen
  Castor
Bildung • Schule • Beruf
Kinder u. Jugend
Datenschutz
Kultur
  Literatur
  Film
Mensch & Tier
Soziales • Gesundheit • Miteinander
Menschen- u. Bürgerrecht • Asyl
Gewerkschaften
Report
Umwelt & Natur
Verbraucher
  Trans Fair
Wirtschaft
Presse- u. Informationsfreiheit


Service:
Impressum
ISSN 1610-0611
Information
Intern
Newsletter
Archiv


Menschenrechtsaktion in 24 Städten und Gemeinden

Menschenrechtsaktion in 24 Städten und Gemeinden
Ratsabgeordnete sollen in Berlin um
Unterstützung für Wiederaufbau kurdischer Dörfer
in der Türkei werben

Engagierte Bürgerinnen und Bürger in 24 Städten
und Gemeinden beteiligen sich an der
bundesweiten Menschenrechtsaktion der
Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zur
Unterstützung des Wiederaufbaus der 3.428
zerstörten kurdischen Dörfer in der Türkei. Dem
Bürgermeister, einem oder mehreren
Ratsabgeordneten wird am heutigen Mittwoch ein
Vorschlag der GfbV für eine Entschließung des
jeweiligen Gemeinde- oder Stadtrates übergeben,
in dem Außenminister Joschka Fischer und
Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-
Zeul aufgefordert werden, sich bei der
türkischen Regierung für den Wiederaufbau und
die Rückkehr der rund 2,5 Millionen Kurden
unter ihnen auch assyrisch-aramäische Christen
einzusetzen. Die Menschenrechtsaktion ist Teil
der GfbV-Kampagne für Rückkehr, Wiederaufbau und
Versöhnung der Volksgruppen in der Türkei.

„Mit der Übergabe der Entschließungsvorschläge
wollen wir auch daran erinnern, dass unsere
Lokalpolitiker Einfluss auf die Bundesregierung
nehmen können“, sagte der GfbV-Generalsekretär
Tilman Zülch in Göttingen. „Wir hoffen sehr,
dass möglichst viele Städte- und Gemeinderäte
unseren Entschließungsvorschlag annehmen und
dann den darin formulierten Appell an Fischer
und Wieczorek-Zeul richten. Denn unter den
700.000 Kurden in Deutschland sind auch viele
Familien, die vor dem Bürgerkrieg geflohen sind.
Viele von ihnen würden in ihre Dörfer
zurückkehren, wenn diese wiederaufgebaut werden
und die Rückkehr erlaubt wird.“

Nach Jahrzehnten des türkisch-kurdischen
Bürgerkrieges sei die Lage in der kurdischen
Region der Südosttürkei noch hoffnungslos, heißt
es in dem Entschließungsvorschlag. Doch obwohl
das Ende des Bürgerkrieges nun schon etwa drei
Jahre zurückliege, sei der Wiederaufbau noch
nicht vorangekommen. Denn politische und
bürokratische Hürden verhinderten die
Rücksiedelung der Vertriebenen, die zumeist in
erbärmlichen Verhältnissen am Rande der
Großstädte des kurdischen Siedlungsgebietes und
der übrigen Provinzen der Türkei ihr Leben
fristeten. Selbst Kleinkinder müssten arbeiten
oder betteln, um einen Beitrag für das Überleben
ihrer oft nur in Bretterbuden lebenden Familien
zu leisten. Dieses Elend der vertriebenen
kurdischen Kinder, Frauen und Männer dürfe nicht
l
änger hingenommen werden: „Es ist höchste Zeit, dass Deutschland und Europa
sich für diese 2,5 Millionen Vertriebenen einsetzen. Dies wäre auch deswegen
wichtig, damit nicht weitere Tausende kurdischer
Flüchtlinge in Deutschland Schutz suchen
müssen.“

An der GfbV-Menschenrechtsaktion beteiligen
sich: Aachen, Altötting, Bad Oeynhausen, Bad
Zwischenahn, Barnstorf, Berlin, Dresden,
Düsseldorf, Eichstätt (am 19.12.), Eisenach,
Erfurt, Frankfurt/Oder, Freiburg, Göttingen,
Kassel, Koblenz, Lorch, München, Münster,
Nürnberg, Oberursel (jedoch erst im Februar kurz
vor der nächsten Ratssitzung), Rastede, Rödelsee
(am 17.12.), Uelzen



=========================================================
Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
Postfach 2024, D-37010 Goettingen
Tel. +49/551/49906-25, Fax:+49/551/58028
E-Mail: presse@gfbv.de, Hompage:http://www.gfbv.de
===================================================
Göttingen, den 18.12.2002


nach oben

--

< zurück --vorwärts > ↑ nach oben

resist-Demo 14. Dez. 2002 | NEWSLETTER AKTIVE BÜRGERSCHAFT 13.2002