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ISSN 1610-0611
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Mord in Tschetschenien: Vorwürfe gegen Fischer

Mord in Tschetschenien: Vorwürfe gegen Fischer auf Bundeskonferenz der Grünen

Bundesdelegiertenkongress von Bündnis 90 / Die Grünen
Trauermahnwache für ermordete tschetschenische
Bürgerrechtlerin: GfbV erhebt schwere Vorwürfe
gegen Joschka Fischer

Nach der kaltblütigen Ermordung der
tschetschenischen Bürgerrechtlerin Malika
Umaschajewa durch russische Truppen wird die
Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zu
Beginn des Bundesdelegiertenkongresses von
Bündnis 90 / Die Grünen am Sonnabend in Hannover
eine Trauermahnwache vor dem Congress Centrum
der niedersächsischen Landeshauptstadt
organisieren. Während der Menschenrechtsaktion
werden GfbV-Mitglieder und in Deutschland
lebende Tschetscheninnen einen offenen Brief an
Joschka Fischer verteilen, in dem schwere
Vorwürfe gegen den Bundesaußenminister erhoben
werden. Fischer trage durch seine Kumpanei mit
dem russischen Präsidenten Wladimir Putin
Mitschuld an dem schrecklichen Schicksal der
mutigen 55-Jährigen, die trotz wiederholter
Todesdrohungen nicht über Verbrechen der
russischen Truppen an der Bevölkerung ihrer
Stadt geschwiegen hat. Sie wurde in der Nacht
zum 1. Dezember von russischen Militärs aus dem
Schlaf gerissen, vor ihr Haus getrieben und
erschossen.

ACHTUNG REDAKTIONEN:
Mit einem großformatigen Foto der Ermordeten
wird die GfbV in Hannover den Delegierten von
Bündnis 90 / Die Grünen die fortgesetzten
Verbrechen der russischen Armee in
Tschetschenien drastisch vor Augen führen.
Zugleich will die GfbV so das Schweigen Joschka
Fischers angesichts des blutigen
Vernichtungsfeldzuges gegen das kleine
tschetschenische Volk anklagen.



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Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
Postfach 2024, D-37010 Goettingen
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6.Dezember 2002
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