Mord in Tschetschenien: Vorwürfe gegen Fischer auf Bundeskonferenz der Grünen
Bundesdelegiertenkongress von Bündnis 90 / Die Grünen Trauermahnwache für ermordete tschetschenische Bürgerrechtlerin: GfbV erhebt schwere Vorwürfe gegen Joschka Fischer
Nach der kaltblütigen Ermordung der tschetschenischen Bürgerrechtlerin Malika Umaschajewa durch russische Truppen wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zu Beginn des Bundesdelegiertenkongresses von Bündnis 90 / Die Grünen am Sonnabend in Hannover eine Trauermahnwache vor dem Congress Centrum der niedersächsischen Landeshauptstadt organisieren. Während der Menschenrechtsaktion werden GfbV-Mitglieder und in Deutschland lebende Tschetscheninnen einen offenen Brief an Joschka Fischer verteilen, in dem schwere Vorwürfe gegen den Bundesaußenminister erhoben werden. Fischer trage durch seine Kumpanei mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin Mitschuld an dem schrecklichen Schicksal der mutigen 55-Jährigen, die trotz wiederholter Todesdrohungen nicht über Verbrechen der russischen Truppen an der Bevölkerung ihrer Stadt geschwiegen hat. Sie wurde in der Nacht zum 1. Dezember von russischen Militärs aus dem Schlaf gerissen, vor ihr Haus getrieben und erschossen.
ACHTUNG REDAKTIONEN: Mit einem großformatigen Foto der Ermordeten wird die GfbV in Hannover den Delegierten von Bündnis 90 / Die Grünen die fortgesetzten Verbrechen der russischen Armee in Tschetschenien drastisch vor Augen führen. Zugleich will die GfbV so das Schweigen Joschka Fischers angesichts des blutigen Vernichtungsfeldzuges gegen das kleine tschetschenische Volk anklagen.