 |
|
 |
 |
 |
 |
Volksabstimmungen über Sozialpolitik
|
|
|
Mehr Demokratie fordert Volksabstimmungen über Sozialpolitik Vorbild Schweiz: Sonntag Referendum über Arbeitslosenversicherung
(Bremen/Achim) Die Bürgeraktion Mehr Demokratie fordert angesichts des Reformstaus in der Sozialpolitik Volksbegehren und Volksabstimmungen über die Renten-, Gesundheits- und Arbeitspolitik in Deutschland.
"Volksbegehren können überfällige Reformen anschieben. Volksabstimmungen sorgen für den Rückhalt in der Bevölkerung. Ohne die Beteiligung der Betroffenen der Bürgerinnen und Bürger steht die Akzeptanz des Sozialstaates auf dem Spiel", sagte Mehr Demokratie-Sprecher Tim Weber in Bremen.
Als Vorbild nannte Weber die Schweiz, dessen Sozialsysteme als vorbildlich gelten. Deutschland brauche ein "Rentensystem für alle, ähnlich wie die Schweiz", schreibt die ZEIT in ihrer jüngsten Ausgabe. Der SPIEGEL bezeichnete unseren Nachbarn als "das Land mit dem besten Rentensystem".
Ein Erfolgsrezept der Schweiz: die Sozialpolitik wird nicht nur von Politikern und Lobbys gemacht, sondern ist regelmäßig Gegenstand von Volksabstimmungen. In den letzten zehn Jahren wurden die Eidgenossen über ein Dutzend Mal zur Zukunft der Sozialsysteme befragt. Am kommenden Sonntag (24.11.) entscheiden sie über die Reform der Arbeitslosenversicherung. Gegen die Pläne der Berner Regierung, die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld zu kürzen und den Solidaritätsbeitrag für Besserverdienende zu streichen, haben die Gewerkschaften ein Referendum eingeleitet. Dafür sind in der Schweiz 50.000 Unterschriften erforderlich.
"Unser Nachbarland zeigt, wie die Bürger erfolgreich die Zukunft gestalten", erklärte Weber. "Die Direkte Demokratie hat viele Vorzüge. Bei einer Volksabstimmung kommen alle Argumente auf den Tisch. Sie führt zu einer intensiven und lösungsorientierten Debatte in der Bevölkerung. Wer informiert ist und entscheiden darf, wird auch mögliche Einschnitte besser akzeptieren."
Schließlich könnten die Bürger per Volksbegehren für das nach Vorstellung von Mehr Demokratie in Deutschland eine Million Unterschriften gesammelt werden müssten selbst Alternativen in die festgefahrene Diskussion einbringen und zur Entscheidung stellen. "So wird der Wettbewerb um die besten Lösungen angekurbelt", sagte Weber.
Mehr Demokratie e.V. setzt sich gemeinsam mit einem 80 Verbände umfassenden Bündnis für die Einführung von Volksinitiativen, Volksbegehren und Volksentscheiden ein.
Informationen über die anstehenden Volksentscheide in der Schweiz: http://www.admin.ch (Regierungsseite) http://www.nzz.ch/dossiers/2002/abstimmung_1124 (Dossier der Neuen Zürcher Zeitung)
----------
Mehr Demokratie e.V., Bundesverband Pressesprecher Ralph Kampwirth 20. November 2002
|
nach oben
--< zurück
•--vorwärts >
↑ nach oben
|
Erdogan in Berlin - | "Kulturkaufhaus" Dussmann Videoüberwachung
|
|