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ISSN 1610-0611
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DGB fordert Erwerbstätigenversicherung

DGB fordert Erwerbstätigenversicherung

In der Debatte um die Reform der sozialen Sicherung forderte die
stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer am Mittwoch in Berlin
eine umfassende Erwerbstätigenversicherung. "Es gibt immer weniger
Berechtigung dafür, dass lediglich Arbeiter und Angestellte und deren
Arbeitgeber bis zur Beitragbemessungsgrenze die Beiträge für die
solidarische Sozialversicherung aufbringen müssen", sagte Engelen-Kefer.

Insbesondere die erhebliche Zunahme neuer Arbeitsformen mache eine
solidarische Erwerbstätigenversicherung notwendig. "Es muss uns gelingen,
die solidarische Sicherung so umfassend wie möglich zu organisieren", sagte
die stellvertretende DGB-Vorsitzende. Das gelte vor allem für Selbständige
und Beschäftigte, die zwischen abhängiger Beschäftigung und Selbständigkeit
wechselten. Schon heute verfügten rund 15 Prozent von ihnen über keinerlei
Alterssicherung, so die Gewerkschafterin. "Damit würden wir Altersarmut
verhindern und gleichzeitig die Basis der solidarischen Rentenversicherung
stärken", sagte Engelen-Kefer.

Um dieses Ziel zu erreichen forderte die stellvertretende DGB-Vorsitzende
ein Ende der Hysterie in der Reformdebatte. "Die Schnellschüsse der letzten
Tage und Wochen bringen uns keinen Schritt weiter, sondern ersticken die
Hoffnung und das Vertrauen auf tragfähige Reformen für die solidarische
Altersversorgung", sagte Engelen-Kefer. Eine pauschale Erhöhung der
Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung lehne der DGB ab. Schon
heute hätten ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kaum eine
Möglichkeit, bis zur Regelaltersgrenze von 65 Jahren zu arbeiten. "Nur noch
jedes zweite Unternehmen in Deutschland beschäftigt Menschen über 50 Jahre",
sagte Engelen-Kefer. So liege das tatsächliche Renteneintrittsalter in
Deutschland bei 60,2 Jahren. "Es wäre aus humanen, aber auch aus
finanziellen Gründen viel gewonnen, wenn ältere Arbeitnehmer wieder die
Chance bekommen würden, länger im Erwerbsleben zu bleiben", betonte
Engelen-Kefer. Die Arbeitgeber könnten durch eine phantasievollere
Personalpolitik und humanere Arbeitsbedingungen selbst dazu beitragen, die
Rentenversicherung wirksam zu entlasten.

Der DGB tritt für einen Ausbau der tariflichen betrieblichen
Altersversorgung ein - als Ergänzung und nicht als Ersatz für die
gesetzliche Alterssicherung. Hierzu gibt es Tarifverträge für 18,8 Millionen
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Diese sollten, nach Ansicht des DGB,
genutzt werden, da sie für Arbeitnehmer leistungsfähiger sind, als die rein
private Altersvorsorge.
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DGB Bundesvorstand Pressestelle
Verantwortlich: Hans-Jürgen Arlt
Henriette-Herz-Platz 2,10178 Berlin, Germany
04.12.02


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