Schwierige Tarifrunde für Redakteure an Tageszeitungen - ver.di fordert Gespräche über die Situation freier Journalisten
"Mit schwierigen Verhandlungen" rechnet Frank Werneke, ver.di-Verhandlungsführer bei der Fortsetzung der Tarifverhandlungen für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen nach dem heutigen Start. ver.di fordert, dass die Redakteurinnen und Redakteure von der allgemeinen Entwicklung der Anhebung der Tarifverträge um 3,4 Prozent nicht abgekoppelt werden. Außerdem will ver.di einen Beschäftigungssicherungsvertrag erreichen, den es für die Angestellten in den Zeitungshäusern bereits gibt.
Bei der 1. Verhandlungsrunde lehnten die Verleger eine Erhöhung der Gehälter ab, wenn sie bei den Verlagen zu Kostensteigerungen führten. Erhöhungen müssten durch Veränderungen im Manteltarifvertrag und in der Gehaltsstruktur ausgeglichen werden.
Da von der Entwicklung in den Zeitungsverlagen auch die freien Journalistinnen und Journalisten betroffen würden, will ver.di mit dem Zeitungsverlegerverband parallel Gespräche über die Situation dieser Journalistengruppe führen.
Die Verhandlungen werden am 27. September 2002 voraussichtlich in Frankfurt/Main fortgesetzt.