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ISSN 1610-0611
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Gesundheitsreform schnell und konsequent angehen

DGB: Gesundheitsreform schnell und konsequent angehen

In der Auseinandersetzung um die finanzielle Stabilisierung der gesetzlichen
Krankenkassen forderte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula
Engelen-Kefer am Mittwoch in Berlin, "die verkrusteten Strukturen im
Gesundheitswesen endlich in den Vordergrund der Debatte zu rücken". Die in
der Koalitionsvereinbarung angekündigte Strukturreform müsse nun "zügig und
mutig angepackt werden", so Engelen-Kefer. Das geplante Vorschaltgesetz sei
"zur Stabilisierung zweifellos notwendig, reicht aber bei weitem nicht aus",
sagte die DGB-Vize.

Vordringlich seien die Verbesserung der Qualität und der Wirtschaftlichkeit
der medizinischen Versorgung. Hierzu müsse vor allem der Wettbewerb um
qualitativ hochwertige Gesundheitsleistungen verbessert werden. Den
Krankenkassen müsse größere Verhandlungskompetenz gegenüber den Ärzten,
Krankenkassen und Apotheken eingeräumt werden. Dies erfordere auch eine
Reform ihrer eigenen Strukturen.

Die integrierte Versorgung müsse zur Regelversorgung werden, damit
ambulante, stationäre Versorgung, Rehabilitation und Pflege besser
zusammenarbeiten. Auch seien die besonderen Behandlungsprogramme für
chronisch kranke Patienten schnell umzusetzen und auszubauen.

Engelen-Kefer warnte vor einer weiteren Schwächung der Finanzen der Kassen
als Folge der Haushaltskonsolidierung. "Sparmaßnahmen zu Lasten der
Sozialversicherungen können zu einem gefährlichen Bumerang zu werden und die
notwendigen Reformen verhindern", sagte die Gewerkschafterin.



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DGB Bundesvorstand Pressestelle
Verantwortlich: Hans-Jürgen Arlt


PM 271
23.10.02


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