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ISSN 1610-0611
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Hartz-Vorschläge konstruktiv-kritisch begleiten

DGB-Frauen wollen Hartz-Vorschläge konstruktiv-kritisch begleiten

Der DGB-Bundesfrauenausschuss hat am Dienstag die frauenpolitischen Aspekte der Hartz-Vorschläge diskutiert. Er begrüßt die geplante Einbeziehung von Sozialhilfebezieherinnen und -beziehern in Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik. "Angesichts des hohen Anteils von Frauen, die Sozialhilfe beziehen, ist die Möglichkeit mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen einen Wiedereinstieg in den Beruf zu finden, als Erfolg zu sehen", sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer am Dienstag in Berlin.

Die in den Kabinettsvorschlägen formulierten Ansätze der Schaffung von vollwertigen Arbeitsplätzen für Arbeitslose und Nichterwerbstätige im Bereich haushaltsnaher Tätigkeiten in Privathaushalten über Dienstleistungsagenturen wertet der DGB- Bundesfrauenausschuss als Schritt in die richtige Richtung. In Zusammenhang mit den so genannten "Mini-Jobs" fordert der DGB-Bundesfrauenausschuss, die so beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in die Sozialversicherung mit eigenen
vollen Ansprüchen einzubeziehen.

Für den DGB-Bundesfrauenausschuss ist es von großer Bedeutung, dass für Frauen eine durchgängige existenzsichernde Erwerbstätigkeit selbstverständlich wird. Dazu gehöre auch der in den Hartz-Vorschlägen geforderte Beitrag der Arbeitsämter zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Es müsse zu den neuen Aufgaben der Job-Center gehören, jedes
Vermittlungsangebot zu registrieren, welches wegen fehlender Ganztagseinrichtungen für Kinder nicht zustande komme. Damit werde deutlich, dass dies kein individuell lösbares Problem sei, sondern die gesamte Gesellschaft betreffe.



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DGB Bundesvorstand Pressestelle
Verantwortlich: Hans-Jürgen Arlt

Pressemitteilung
PM 230
17.09.02


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