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Mehr Mandate - mehr Freistellungen - mehr Frauen
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Mehr Mandate - mehr Freistellungen - mehr Frauen DGB-Gewerkschaften schließen Betriebsratswahlen 2002 erfolgreich ab
Im Jahr 2002 wurden elf Prozent mehr Betriebsratsmitglieder gewählt als 1998. Die Zahl der freigestellten BR-Mitglieder hat sich fast verdoppelt, der Frauenanteil ist um fast fünf Prozent gestiegen. "Das ist ein großartiger Erfolg, weil damit mehr Menschen in den Betrieben an der Gestaltung und Verantwortung für die Arbeitsbedingungen teilhaben können", sagte DGB-Vorstandsmitglied Dietmar Hexel am Mittwoch in Berlin. Das Büro für Sozialforschung in Kassel hatte im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) eine Wahlanalyse "Trendreport Betriebsrätewahlen 2002" durchgeführt.
Zu dem Fortschritt bei den diesjährigen Betriebsratswahlen habe das von der Bundesregierung im vergangenen Jahr novellierte Betriebsverfassungsgesetz durch die gesetzliche Erhöhung der Mandatszahlen in einigen Betriebsgrößenklassen, verbesserten Freistellungsmöglichkeiten in Betrieben sowie die Quotierungsregelung für das Minderheitengeschlecht entscheidend beigetragen.
"Betriebsräte und Mitbestimmung sind ein unverzichtbarer Baustein für den sozialen Ausgleich und die Sicherheit in den Arbeitsbeziehungen. Dies ist ein deutscher Standortvorteil und kann auch für Europa ein Exportschlager werden", sagte Hexel. Zur Demokratie gehöre natürlich auch die Teilhabe am Arbeits- und Wirtschaftsleben. "Wer Mitbestimmung wieder einschränken will, macht einen schweren Fehler. Er wird auf den Widerstand der Menschen in den Betrieben stoßen", kündigte Hexel an. Die Wahlaussagen der Union und FDP, im Falle eines Wahlsieges, Betriebsratsrechte zu Lasten der Arbeitnehmer und ihrer Interessenvertretungen wieder zu verändern und durch Beseitigung des Tarifvorrangs schlechtere Arbeitsbedingungen zu ermöglichen, seien "mehr als bedenklich".
--------------------------------------------------------------- DGB Bundesvorstand Pressestelle Verantwortlich: Hans-Jürgen Arlt
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