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ISSN 1610-0611
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OECD-Studie bestätigt Defizite in der Weiterbildun

OECD-Studie bestätigt Defizite in der Weiterbildung

Die jetzt vorgestellte OECD-Vergleichsstudie hebt hervor, dass trotz eines
international hohen Weiterbildungsanteils (42 Prozent der Erwachsenen hatten
in den letzten zwölf Monaten Weiterbildungsaktivitäten unternommen, im
OECD-Mittel 38 Prozent) Erwachsene aus Risikogruppen oder in prekären
Beschäftigungssituationen unterdurchschnittlich qualifiziert werden. Vor
diesem Hintergrund forderte DGB-Vorstandsmitglied Ingrid Sehrbrock am
Freitag in Berlin mehr Chancen für Erwachsene mit unzureichender
Erstqualifikation. "Hier liegen wir auf einem der letzten Plätze und
verlängern damit die strukturelle Chancenungleichheit aus dem
allgemeinbildenden Schulwesen in die Erwachsenenbildung", sagte Sehrbrock.

Außerdem müsse der Frauenanteil bei den Hochschulabsolventen gesteigert
werden. Deutschland liege am unteren Ende der Skala, insbesondere in den
Bereichen Ingenieurwissenschaften, Mathematik und Informatik. Positiv zu
bewerten sei allerdings die Tatsache, dass eine der Stärken des deutschen
Bildungssystems darin liege, einen reibungslosen Übergang von der Schule ins
Berufsleben zu gewährleisten. Lediglich fünf Prozent der 15 bis 19 Jährigen
seien weder beschäftigt noch befänden sie sich nicht in der Ausbildung, so
Sehrbrock. Auch wenn die OECD-Studie ein differenziertes Bild der Aus- und
Weiterbildung in Deutschland zeichne, sei eine bundesweite
Weiterbildungskampagne "In Menschen investieren" notwendig, forderte das
DGB-Vorstandsmitglied.

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DGB Bundesvorstand Pressestelle
Verantwortlich: Hans-Jürgen Arlt
PM 277
01.11.02


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