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OECD-Studie bestätigt Defizite in der Weiterbildun
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OECD-Studie bestätigt Defizite in der Weiterbildung
Die jetzt vorgestellte OECD-Vergleichsstudie hebt hervor, dass trotz eines international hohen Weiterbildungsanteils (42 Prozent der Erwachsenen hatten in den letzten zwölf Monaten Weiterbildungsaktivitäten unternommen, im OECD-Mittel 38 Prozent) Erwachsene aus Risikogruppen oder in prekären Beschäftigungssituationen unterdurchschnittlich qualifiziert werden. Vor diesem Hintergrund forderte DGB-Vorstandsmitglied Ingrid Sehrbrock am Freitag in Berlin mehr Chancen für Erwachsene mit unzureichender Erstqualifikation. "Hier liegen wir auf einem der letzten Plätze und verlängern damit die strukturelle Chancenungleichheit aus dem allgemeinbildenden Schulwesen in die Erwachsenenbildung", sagte Sehrbrock.
Außerdem müsse der Frauenanteil bei den Hochschulabsolventen gesteigert werden. Deutschland liege am unteren Ende der Skala, insbesondere in den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Mathematik und Informatik. Positiv zu bewerten sei allerdings die Tatsache, dass eine der Stärken des deutschen Bildungssystems darin liege, einen reibungslosen Übergang von der Schule ins Berufsleben zu gewährleisten. Lediglich fünf Prozent der 15 bis 19 Jährigen seien weder beschäftigt noch befänden sie sich nicht in der Ausbildung, so Sehrbrock. Auch wenn die OECD-Studie ein differenziertes Bild der Aus- und Weiterbildung in Deutschland zeichne, sei eine bundesweite Weiterbildungskampagne "In Menschen investieren" notwendig, forderte das DGB-Vorstandsmitglied.
--------------------------------------------------------------- DGB Bundesvorstand Pressestelle Verantwortlich: Hans-Jürgen Arlt PM 277 01.11.02
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