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Selbstverschuldete Haushaltsmisere in Berlin
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Berliner Haushaltsmisere darf nicht zu Besoldungsdumping führen
"Die selbstverschuldete Haushaltsmisere in Berlin darf nicht zu bundesweiten Öffnungsklauseln im Besoldungsrecht führen", sagte DGB-Vorstandsmitglied Ingrid Sehrbrock am Samstag in Berlin. Dies würde zu einem "Besoldungsdumping und zu einem ruinösen Wettbewerb der Länder um die Beschäftigten" führen, warnte die Gewerkschafterin. Mittelfristig würden sich "diese Kürzungen rächen".
Sehrbrock verwies darauf, dass schon heute in vielen Bundesländern Lehrer und Polizisten fehlten. "Wie unter solchen Bedingungen Sicherheit garantiert und die Bildungsmisere überwunden werden soll, bleibt ein Geheimnis der Länder", sagte das DGB-Vorstandsmitglied.
Sehrbrock kritisierte die geplanten Maßnahmen des Berliner Senats: "Besoldung kürzen, Urlaubsgeld streichen und Weihnachtsgeld abschaffen, das sind die Daumenschrauben, die öffentliche Arbeitgeber den Beschäftigten anlegen wollen". Der DGB verschließe nicht die Augen vor der schwierigen Lage der öffentlichen Haushalte. Konsolidierungsmaßnahmen müssten allerdings ausgehandelt und dürften nicht diktiert werden, so Sehrbrock. Dazu seien die Gewerkschaften bereit.
--------------------------------------------------------------- DGB Bundesvorstand Pressestelle Verantwortlich: Hans-Jürgen Arlt Sperrfrist: Samstag, 19.10.02. 6.00 Uhr
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