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ISSN 1610-0611
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Selbstverschuldete Haushaltsmisere in Berlin

Berliner Haushaltsmisere darf nicht zu Besoldungsdumping führen

"Die selbstverschuldete Haushaltsmisere in Berlin darf nicht zu bundesweiten
Öffnungsklauseln im Besoldungsrecht führen", sagte DGB-Vorstandsmitglied
Ingrid Sehrbrock am Samstag in Berlin. Dies würde zu einem
"Besoldungsdumping und zu einem ruinösen Wettbewerb der Länder um die
Beschäftigten" führen, warnte die Gewerkschafterin. Mittelfristig würden
sich "diese Kürzungen rächen".

Sehrbrock verwies darauf, dass schon heute in vielen Bundesländern Lehrer
und Polizisten fehlten. "Wie unter solchen Bedingungen Sicherheit garantiert
und die Bildungsmisere überwunden werden soll, bleibt ein Geheimnis der
Länder", sagte das DGB-Vorstandsmitglied.

Sehrbrock kritisierte die geplanten Maßnahmen des Berliner Senats:
"Besoldung kürzen, Urlaubsgeld streichen und Weihnachtsgeld abschaffen, das
sind die Daumenschrauben, die öffentliche Arbeitgeber den Beschäftigten
anlegen wollen". Der DGB verschließe nicht die Augen vor der schwierigen
Lage der öffentlichen Haushalte. Konsolidierungsmaßnahmen müssten allerdings
ausgehandelt und dürften nicht diktiert werden, so Sehrbrock. Dazu seien die
Gewerkschaften bereit.



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DGB Bundesvorstand Pressestelle
Verantwortlich: Hans-Jürgen Arlt
Sperrfrist: Samstag, 19.10.02. 6.00 Uhr


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