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ISSN 1610-0611
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Tarifverhandlungen Redakteure


Tarifverhandlungen Redakteure gehen in die dritte Runde
Die diesjährigen Gehaltstarifverhandlungen zwischen der Vereinten
Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und dem Bundesverband Deutscher
Zeitungsverleger (BDZV) gehen am 1. November in Frankfurt/Main in die dritte
Runde. Die Deutsche Journalistinnen und Journalisten Union in ver.di (dju)
fordert, dass die bereits für andere Verlagsbereiche umgesetzten
Einkommenserhöhungen von 3,4 Prozent auch für die rund 15.000 Redakteurinnen
und Redakteure bei den Tageszeitungen umgesetzt werden. Sie erwarte in
dieser dritten Runde dafür deutliche Signale. "Die Geduld in den Redaktionen
ist vorbei und eine abgekoppelte Einkommensentwicklung werden wir nicht
hinnehmen", betonte Frank Werneke vom ver.di Bundesvorstand.

Statt ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen forderten die Verleger
Verrechnungen von Gehaltserhöhungen mit Streichungen im Manteltarifvertrag,
wie zum Beispiel eine Verringerung des Urlaubsgeldes. "Sie wollen sich
selbst ihre bescheidensten Angebote durch einen tiefen Griff in die Taschen
der Beschäftigten finanzieren lassen", so Werneke weiter. ver.di werde sich
darauf nicht einlassen.

Bereits am Donnerstag beginnen in Berlin die Tarifverhandlungen für die rund
10.000 Redakteurinnen und Redakteure bei den Zeitschriften. ver.di fordert
vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) auch hier den Anschluss an
die Gehaltsentwicklung in den anderen Verlagsbereichen, den die Gewerkschaft
mit 3,4 Prozent beziffert.

ver.di biete den Arbeitgebern für alle Redakteurinnen und Redakteure den
Abschluss eines Beschäftigungssicherungstarifvertrags an. Damit solle in
Verlagen mit einer schwierigen wirtschaftlichen Situation durch die
kollektive Absenkung von Arbeitszeiten die Arbeitsverhältnisse möglichst
vieler Journalistinnen und Journalisten abgesichert werden. Weiterhin
fordert ver.di von den Verbänden den Abschluss eines Tarifvertrages zur
Entgeltumwandlung, um den Einstieg in die betriebliche Altersversorgung
(Riesterrente) noch in diesem Jahr zu ermöglichen.

Weitere Informationen unter: http://dju.verdi-verlage.de

30.10.2002


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