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Tarifverhandlungen Zeitungsredakteure
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Tarifverhandlungen Zeitungsredakteure gehen in die vierte Runde - Warnstreiks am Freitag und am Montag
Die Tarifverhandlungen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) gehen am kommenden Montag, dem 18. November in Düsseldorf in die vierte Runde.
Im Vorfeld dieser Verhandlungsrunde ist es bereits am heutigen Freitag ab 10 Uhr bei der Neuen Osnabrücker Zeitung zum Warnstreik gekommen. Dies ist ein erstes Auftaktsignal für weitere Aktionen am Verhandlungstag. An den Warnstreiks, zu denen die Deutsche Journalistinnen und Journalisten Union (dju) in ver.di aufgerufen hatte, beteiligten sich auch Redakteurinnen und Redakteure sowie Verlagsangestellte des Nordkuriers in Neubrandenburg und der Ostsee-Zeitung in Rostock, mit dem Ziel, nicht von bundesweiten Tarifabschlüssen abgekoppelt zu werden. Der Hintergrund ist: die Tageszeitungsverleger in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg lehnen es bisher ab, sich an den bundesweiten Tarifverhandlungen zu beteiligen.
ver.di fordert für die rund 15.000 Redakteurinnen und Redakteure bei den Tageszeitungen Einkommenserhöhungen, die sich an den bereits getätigten Abschlüssen in der Druck- und Verlagswirtschaft in Höhe von 3,4 Prozent orientieren.
Die Arbeitgeber hatten bisher kein Angebot vorgelegt. Vielmehr forderten die Verleger Verrechnungen von Gehaltserhöhungen mit Streichungen im Manteltarifvertrag, wie zum Beispiel eine Verringerung des Urlaubsgeldes oder der Jahresleistung. Ebenso sieht der BDZV eine Kürzung in der Berufsjahresstaffel vor.
Auch zur Forderung von ver.di nach einem Beschäftigungssicherungstarifvertrag wurden von den Verlegern bisher keine Verhandlungen aufgenommen.
Die Unruhe in den Redaktionen hat stark zugenommen, so dass es am Montag zu verstärkten Warnstreiks kommen wird.
http://dju.verdi-verlage.de 2002-11-15 Medien
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