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ISSN 1610-0611
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Tarifverhandlungen Zeitungsredakteure

Tarifverhandlungen Zeitungsredakteure gehen in die vierte Runde -
Warnstreiks am Freitag und am Montag

Die Tarifverhandlungen zwischen der Vereinten
Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und dem Bundesverband Deutscher
Zeitungsverleger (BDZV) gehen am kommenden Montag, dem 18. November in
Düsseldorf in die vierte Runde.

Im Vorfeld dieser Verhandlungsrunde ist es bereits am heutigen Freitag
ab 10 Uhr bei der Neuen Osnabrücker Zeitung zum Warnstreik gekommen.
Dies ist ein erstes Auftaktsignal für weitere Aktionen am
Verhandlungstag. An den Warnstreiks, zu denen die Deutsche
Journalistinnen und Journalisten Union (dju) in ver.di aufgerufen hatte,
beteiligten sich auch Redakteurinnen und Redakteure sowie
Verlagsangestellte des Nordkuriers in Neubrandenburg und der
Ostsee-Zeitung in Rostock, mit dem Ziel, nicht von bundesweiten
Tarifabschlüssen abgekoppelt zu werden. Der Hintergrund ist: die
Tageszeitungsverleger in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg lehnen
es bisher ab, sich an den bundesweiten Tarifverhandlungen zu beteiligen.

ver.di fordert für die rund 15.000 Redakteurinnen und Redakteure bei den
Tageszeitungen Einkommenserhöhungen, die sich an den bereits getätigten
Abschlüssen in der Druck- und Verlagswirtschaft in Höhe von 3,4 Prozent
orientieren.

Die Arbeitgeber hatten bisher kein Angebot vorgelegt. Vielmehr forderten
die Verleger Verrechnungen von Gehaltserhöhungen mit Streichungen im
Manteltarifvertrag, wie zum Beispiel eine Verringerung des Urlaubsgeldes
oder der Jahresleistung. Ebenso sieht der BDZV eine Kürzung in der
Berufsjahresstaffel vor.

Auch zur Forderung von ver.di nach einem
Beschäftigungssicherungstarifvertrag wurden von den Verlegern bisher
keine Verhandlungen aufgenommen.

Die Unruhe in den Redaktionen hat stark zugenommen, so dass es am Montag
zu verstärkten Warnstreiks kommen wird.

http://dju.verdi-verlage.de
2002-11-15
Medien



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