Eine verstärkte Zusammenarbeit im Gesundheitswesen und den Ausbau von Patientenrechten fordert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zum WeltAIDSTag 2002 am 1. Dezember. „Die Erfolge der letzten Jahre bei der Bekämpfung von AIDS wären ohne die Selbsthilfeeinrichtungen und deren Zusammenarbeit mit professionellen Diensten nicht möglich gewesen. Dieses Beispiel muss Schule machen“, sagte die ver.di-Gesundheitsexpertin Beate Eggert.
Die Fortschritte bei der Prävention und Therapie zeigten, welche Chancen das deutsche Gesundheitswesen böte, wenn die zur Verfügung stehenden Gelder an der richtigen Stelle ausgegeben würden. Schließlich stehe Deutschland weltweit bei den Ausgaben für Gesundheit an dritter Stelle. Fast 90 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger seien gesetzlich krankenversichert so viele, wie in keinem anderen Land der Welt.
In vielen Ländern sei der fehlende Zugang aller Menschen zum Gesundheitswesen und damit zu angemessener Behandlung und wirksamen Medikamenten ein Hauptproblem. Fast 30 Millionen Menschen im südlichen Afrika seien von der Seuche betroffen.
Eggert wandte sich gegen jegliche Ausgrenzungen von Menschen aus der Gesundheitsversorgung. Gerade ärmere Menschen seien auf ein leistungsfähiges Gesundheitssystem angewiesen. „AIDS macht uns jeden Tag deutlich, dass der Zugang zu einer qualitativ guten Gesundheitsversorgung das Recht aller Menschen ist.“
Herausgeber/verantwortlich: V.i.S.d.P.: Harald Reutter ver.di-Bundesvorstand Potsdamer Platz 10