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ISSN 1610-0611
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Verlängerung des Ladenschlusses

Franziska Wiethold: „ver.di lehnt die Verlängerung des Ladenschlusses ab“

„Keinen müden Cent mehr Umsatz wird die nun doch aus Regierungskreisen ins
Gespräch gebrachte Änderung der Ladenöffnungszeiten mit sich bringen“, urteilte
Franziska Wiethold, Mitglied des ver.di-Bundesvorstandes. „Die
Einzelhandelsbeschäftigten dürfen nicht zu Prügelknaben einer Bundesregierung
werden, die versucht, ihre Umfragewerte offenbar um jeden Preis zu verbessern.
Populismus ersetzt keine vernünftige Wirtschaftspolitik.“

In ihrer Koalitionsvereinbarung habe die rot-grüne Bundesregierung „aus guten
Gründen“ davon abgesehen, dieses Thema anzufassen. Verlängerte Öffnungszeiten
würden dem Einzelhandel „überhaupt nicht helfen, seine teilweise hausgemachte
Krise zu überwinden“, erklärte Wiethold.

Kampfpreise, zusätzliche Verkaufsflächen, Sonderöffnungen bei gleichzeitigem
massivem Personalabbau bestimmten das trübe Bild des Einzelhandels. „Das Ziel
ist klar: Verdrängung der Konkurrenz. Klein- und Mittelbetriebe und die dort
Beschäftigten sind bereits heute Verlierer dieses ‚freien Wettbewerbs‘ und
werden es nach einer Verlängerung der Öffnungszeiten erst recht sein“,
befürchtet Wiethold.



Herausgeber/verantwortlich: V.i.S.d.P.: Harald Reutter
ver.di-Bundesvorstand
Potsdamer Platz 10
10785 Berlin

29.11.02
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