Putzhammer: Vermögensteuer gerechter Beitrag zum Haushalt
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) unterstützt den Vorstoß des NRW-Ministerpräsidenten Peer Steinbrück zur Wiederbelebung der Vermögensteuer. Kritikern dieses Vorhabens empfahl DGB-Vorstandsmitglied Heinz Putzhammer die Lektüre einer vom ehemaligen Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU)1995 herausgegebenen Veröffentlichung, in der es zum Thema Vermögensteuer u.a. wörtlich heißt:
"Die fortlaufende Vermögensteuer trägt dem Gedanken Rechnung, dass Vermögen als solches eine zusätzliche Besteuerung rechtfertigt, und zwar nicht nur wegen der laufenden Vermögenserträge, sondern weil bereits das Vorhandensein von Vermögen eine eigene zusätzliche Leistungsfähigkeit begründet. So fördert die Verfügungsgewalt über ein mittleres oder größeres Vermögen wesentlich die Möglichkeiten und die Effektivität wirtschaftlicher Betätigung. Insgesamt führt dies zu einer besonderen steuerlichen Leistungsfähigkeit, deren zusätzliche Besteuerung auch aus sozial- und gesellschaftspolitischen Gründen gerechtfertigt und notwendig erscheint". (BMF, Unsere Steuern von A-Z - Ausgabe 1995).
Diese Sätze aus einem CSU-geführten Bundesfinanzministerium seien inhaltlich voll zu unterstützen, betonte Putzhammer. Die zu erwartende Debatte solle also nicht zu einem ideologischen Grundsatzstreit gemacht werden. In der gegenwärtigen Situation komme es vorrangig darauf an, die öffentlichen Haushalte instand zu setzen.