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ISSN 1610-0611
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Weiterbildungsmarkt wird erschüttert

Weiterbildung: Weiterbildungsmarkt wird erschüttert

Im Jahre 2003 drohen einer Vielzahl von Unternehmen in der
Weiterbildungsbranche existenzgefährdende Einschnitte, meint Petra
Gerstenkorn, Mitglied des Bundesvorstandes der Vereinten
Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). "Die Landschaft der
Weiterbildungsträger steht vor einem Kahlschlag und wird ihre Aufgabe,
Arbeitslose zu qualifizieren, nicht mehr erfüllen können," erklärte Petra
Gerstenkorn.

Hintergrund der Befürchtungen sind unter anderem die Kürzungen der
Bundesanstalt für Arbeit im sogenannten Eingliederungstitel um mehr als 600
Millionen Euro. Neben der aktiven Arbeitsmarktpolitik werden aus diesem
Titel künftig auch Strukturanpassungsmaßnahmen und die
Personalservice-Agenturen (PSA) finanziert werden. "Für die Weiterbildung
bleibt da nicht mehr viel übrig," so Petra Gerstenkorn weiter.

Der Druck auf die Weiterbildungsträger wird noch zusätzlich durch die
flächendeckende Einführung von Bildungsgutscheinen verschärft. Künftig
erhalten zu qualifizierende Arbeitslose einen Bildungsgutschein, den sie bei
einem beliebigen Weiterbildungsunternehmen einlösen können. "Den
Bildungsanbietern wird dadurch jegliche Planungssicherheit genommen", so
Petra Gerstenkorn, "und verschärft ihre Lage zusätzlich". Wegen der
mangelnden Transparenz des Weiterbildungsmarkes werden es auch Erwerbslose
schwer haben, die für sie passende Qualifizierung und den richtigen
Weiterbildungsanbieter zu finden.

VERDI.de
23. Dezember 2002


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