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Wehrpflicht: DFG-VK-Bundessprecher kritisiert Hang zum Zwang
"Jetzt die Abschaffung der Wehrpflicht aus dem persönlichen Leben vornehmen!
"

"Auch die Wehrpflicht hat ein Ende: Dieser Einsicht scheint sich die
rot-grüne Bundesregierung nicht mehr in dogmatischer Weise verweigern zu
wollen", erklärt Erwin Eisenhardt, Bundessprecher der DFG-VK, zum heute
vorgestellten Koalitionsvertrag. Darin heißt es, die Wehrpflicht solle bis
zum Ende der Legislaturperiode überprüft werden.

Bei dieser Überprüfung stehe die DFG-VK gerne hilfreich zur Seite, so
Eisenhardt. "Allerdings finden wir es unverständlich, dass sich die
Regierung so schwer damit tut, das Mittel der Zwangsrekrutierung endlich
abzuschaffen." Unter den west- und mitteleuropäischen Nato-Ländern trage die
Bundesrepublik mit ihrer Wehrverfassung bereits die Rote Laterne.

Gründe für dieses Zögern seien nicht zu erkennen, so Eisenhardt: "Die
Hunderttausenden von jungen Männern, die alljährlich zur Musterung gehen,
wollen eine Ausbildung oder ein Studium beginnen. Sie hinsichtlich einer
etwaigen Dienstpflicht nun noch jahrelang im Unklaren zu lassen, kommt ihrer
Verachtung gleich".

Dass der Zwang, sich zum Tötungshandwerk ausbilden zu lassen, von der
Mehrzahl der Jugendlichen nicht mehr akzeptiert wird, wissen viele
DFG-VK-Aktive aus ihrer Beratung für Kriegsdienstverweigerer.
Offenbar befürchtet die Bundesregierung, ohne Wehrpflicht nicht mehr
genügend Nachwuchs für die zahlreichen Kriegseinsätze in aller Welt zu
erhalten. Dieser "Hang zum Zwang" sei auch in den Vorschlägen der
Weizsäcker-Kommission zu erkennen, welchen der Koalitionsvertrag nun
Priorität zugesteht: "Die darin geforderte Beschränkung der Wehrpflicht auf
eine ,Auswahlwehrpflicht' für nur 30.000 Betroffene ist das Ende der
allgemeinen Wehrpflicht und in unseren Augen ein klarer Verfassungsbruch, da
es eine Wehrgerechtigkeit dann nicht einmal ansatzweise gäbe", so
Eisenhardt.

Die DFG-VK rät allen tauglichen jungen Männern, die Abschaffung der
Wehrpflicht aus ihrem persönlichen Leben nun selbst vorzunehmen: Aufgrund
des Überangebots an Wehrpflichtigen werden heute mehr als ein Drittel aller
Tauglichen nicht mehr zur Bundeswehr einberufen. Wir empfehlen daher, mit
einem Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer zu warten und
stattdessen mit Ausbildung oder Studium zu beginnen. Die Beratungsstellen
der DFG-VK geben Tipps und Hilfeleistungen, wie man die Wehrpflicht ganz
legal umgehen kann.



Frank Brendle
16.10.02


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Q U A L I T Ä T S S T A N D A R D S   /   A N T I R A S S I S M U S A R B E I T 

Qualitätsstandards internationaler antirassistischer Jugendbegegnungen

In der Antirassismusarbeit wird internationalen Jugendbegegnungen zunehmend eine große Bedeutung zugeschrieben. Junge Menschen sollen in internationalen Begegnungen u. a. Toleranz und Solidarität erfahren und erlernen, Schlüsselqualifikationen, um Rassismus vorbeugen zu können.

 


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Dies nahmen IDA und Jugend für Europa – Deutsche Agentur JUGEND (JFE) zum Anlass, um vom 17. – 19. September 2002 in Bebra eine Fachtagung mit dem Titel "Wie Solidarität und Toleranz erlernen? Ziele und Methoden antirassistischer Projektarbeit in internationalen Jugendbegegnungen" durchzuführen. Ziel der Fachtagung war es, sich mit den im interkulturellen Lernen junger Menschen liegenden Chancen der Prävention von Rassismus zu beschäftigen und qualitative Standards zu erarbeiten, die als Maximen für die Konzeption und Durchführung einer internationalen Jugendbegegnung dienen können.

Im Verlauf der Fachtagung beschäftigten sich die TeilnehmerInnen, die alle im Bereich der internationalen Begegnungen tätig sind, mit verschiedenen Ansätzen der Rassismustheorien und des Interkulturellen Lernens, die Ihnen unterschiedliche Herangehensweisen an die Thematik vermittelten. Im Mittelpunkt der Tagung stand dabei zudem die Frage, wie ein wirkungsvoller Theorie-Praxis-Transfer geleistet werden und Qualitätsstandards für internationale Begegnungen erarbeitet werden können. Zu diesem Zweck wurden drei Konzepte aus der Praxis antirassistischer internationaler Jugendbegegnungen exemplarisch vorgestellt und die TeilnehmerInnen in die Grundlagen der Qualitätssicherung eingeführt. Anhand dieser wurde im Verlauf der Fachtagung ein Vorschlag für einen Kriterienkatalog erarbeitet, der als Checkliste für die zukünftige Konzeption einer internationalen Jugendbegegnung unter antirassistischen Gesichtspunkten dienen kann.

Es stellte sich im Verlauf der Tagung heraus, dass Antirassismusarbeit in internationalen Jugendbegegnungen zwar eine große Rolle spielt, jedoch erhebliche Unterschiede in der konzeptionellen Herangehensweise an solche Projekte bestehen. Das heterogene Spektrum an Zugängen zu internationalen Begegnungen macht es dementsprechend schwierig, einheitliche Standards zu entwickeln, die allgemein angewandt werden können. Die Relevanz des Themas bestärkt IDA in seinem Bestreben, sich auch in Zukunft verstärkt mit internationalen Projekten zu beschäftigen und auch weiterhin Veranstaltungen zu diesem Thema anzubieten.

Düsseldorf, 2. Oktober 2002
Dr. Stephan Bundschuh/IDA e. V.,


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Jetzt die Abschaffung der Wehrpflicht vornehmen