Heinrich Böll - Briefe aus dem Krieg 1939 bis 1945 "Ich weiss jetzt, dass Krieg ein Verbrechen ist"
Heinrich Bölls "Briefe aus dem Krieg 1939-1945" stellen ein zeithistorisches Dokument der Auseinandersetzung mit Krieg und Gewalt dar, das über die bekannten Feldpost-Publikationen weit hinausreicht. Berichte über das Kasernendasein, den Einsatz als Besatzungssoldat und Fronteinsätze formen ein umfassendes und plastisches Bild. Aus dieser persönlichen und tiefgreifenden Perspektive zum Thema "Krieg und Gewalt" ergeben sich neue Aspekte, die durch die Dokumentation von Briefen aus dem Frontbereich bislang wenig Aufmerksamkeit fanden.
Die "Briefe" erschließen zudem Heinrich Bölls prägende biographische Phase, weisen die Anschauungen und Einstellungen des zu Kriegsbeginn Zweiundzwanzigjährigen auf, umreißen seine weltanschaulichen, kulturellen, religiösen und politischen Vorstellungen. Und sie erweisen sich als Schreibübung, die die literarische Ambition Bölls bildreich dokumentiert.
"Krieg", so schreibt Böll, "ist... Langeweile... ist Warten... ist unausgesetzter Drill, ist mentale Destruktion."
Die Aktualität des Themas dokumentierte erst kürzlich die Wehrmachtsausstellung, die Feldpostbriefen als zentralem Medium von Kriegserfahrung eine eigene Sektion widmete.
Heinrich Böll "Briefe aus dem Krieg 1939-1945"
2 Bände, Verlag Kiepenheuer und Witsch, Köln 2001, ISBN 3462030221 Gebunden, 1652 Seiten, 50,11 EUR ---
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