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ISSN 1610-0611
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Deutsches Aktionsnetz Kleinwaffen Stoppen


Deutsches Aktionsnetz Kleinwaffen Stoppen (DAKS) gegründet

DAKS-Sprecher Russmann und Grässlin fordern:
• Keine Rüstungsexporte des Gewehrs G36 der Firma Heckler & Koch
• Keine Vergabe von Produktionslizenzen für das G36 an ausländische
Regierungen
• Vollständige Verschrottung aller überschüssigen G3-Gewehre der
Bundeswehr

Friedens-, Menschenrechts- und entwicklungspolitische Gruppen haben das
“Deutsche Aktionsnetz Kleinwaffen Stoppen” (DAKS) gegründet. “Unser Ziel
ist, durch die bessere Vernetzung und gemeinsame Kampagnen stärker gegen die
weitere Verbreitung und den Export von so genannten Kleinwaffen aktiv zu
werden und so deren tödliche Auswirkungen einzudämmen”, erklärte
DAKS-Sprecher Paul Russmann.

“Die so genannten Kleinwaffen spielen eine entscheidende Rolle in den fast
50 Bürgerkriegen und Kriegen”, kritisierte Russmann. “Rund 90 Prozent aller
Toten und Verletzten” seien auf den Einsatz von Kleinwaffen zurückzuführen.
Darüber hinaus tragen Kleinwaffen im “Alltag” vieler Staaten häufig zu
gravierenden Menschen-rechtsverletzungen bei.”
“Mit der Gründung des Aktionsnetzes wollen wir den legalen und illegalen
Waffenhandel aus Deutschland stoppen, der weltweit zu Verletzungen der
Menschenrechte und des humanitären Völkerrechts beiträgt”, betonte Russmann
das DAKS-Ziel.

“Dass mit weltweit 7 bis 10 Millionen G3-Gewehren der Firma Heckler & Koch
gemordet wird, ist Schuld von Bundesregierungen, die in den vergangenen
Jahrzehnten die Vergabe von 15 Lizenzen auch an Diktatoren und
Scheindemokraten genehmigt haben”, kritisierte DAKS-Sprecher Jürgen
Grässlin. “Unzählige Menschen sind zu Opfern der deutschen
Rüstungsexportpolitik geworden, für die auch der Rüstungsproduzent Heckler &
Koch massiv Mitverantwortung trägt”, warf Grässlin der H&K-Geschäftsführung
vor.

“Von der im Amt bestätigten rot-grünen Bundesregierung fordern wir den Stopp
aller Exporte und der Lizenzvergaben für das neue Gewehr G36 und andere
Handfeuerwaffen.” Nur dann sei gewährleistet, “dass sich das Schlachtfest
des G3 nicht mit dem G36 wiederholt”, erklärte Grässlin. Außerdem müssten,
wie angekündigt, alle 400.000 alten G3 der Bundeswehr verschrottet werden.
Der DAKS-Sprecher kündigte Aktionen vor dem H&K-Werkstor an.

Im DAKS arbeiten im Rahmen ihrer spezifischen Mandate und eigenen
Aufgabengebiete mit:
BUKO-Kampagne “Stoppt den Rüstungsexport!”, Bremen; Deutsche
Friedensgesellschaft (DFG-VK), Velbert; Internationale Initiative, Köln;
medico international, Frankfurt; Ohne Rüstung Leben (ORL), Stuttgart;
Rüstungs-Informationsbüro (RIB), Freiburg; world vision, Frankfurt, Yek-kom
sowie zusätzliche Gruppen aus dem Friedens-, Menschenrechts- und
entwicklungspolitischen Zusammenhang. Weitere Organisationen sind zur
Mitarbeit eingeladen.

Freiburg, den 09.10.2002

Jürgen Grässlin
Bundessprecher der DFG-VK



DAKS ist erreichbar über:

Paul Russmann
Vorstand der Kampagne gegen Rüstungsexport
bei Ohne Rüstung Leben
Tel. 0711-608396
Fax 0711-608357
E-Mail: orl-russmann@gaia.de

Jürgen Grässlin
Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner, DFG-VK
Rüstungs-Informationsbüro, RIB e.V.
Stühlinger Straße 7
79106 Freiburg
Tel. 0761-76 78 088
Fax 0761-76 78 090
privat
Tel. 0761-76 78 208
Fax 0761-76 78 209
Email j.graesslin@gmx.de

Kurt Bangert
WORLD VISION DEUTSCHLAND e.V.
Communications/Advocacy
Am Houiller Platz 4
61381 Friedrichsdorf
Germany
Tel 06172-763-150
Fax 06172-763 270
Email Kurt_Bangert@wvi.org

Andrea Kolling
BUKO-Kampagne <Stoppt den Rüstungsexport>
28195 Bremen
Buchtstr. 14-15
Tel. 0421-32 60 45
Fax 0421-337 81 77
Email stop-arms-trade@t-online.de

DAKS-Koordination: André Maertens
Rüstungs-Informationsbüro (RIB)
79106 Freiburg, Stühlingerstraße 7
Tel. 0761-76 78 088
Fax 0761-76 78 090
E-Mail: ribfr@breisnet-online.de

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DEUTSCHE FRIEDENSGESELLSCHAFT -
VEREINIGTE KRIEGSDIENSTGEGNERINNEN (DFG-VK)
-Pressestelle-
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-PRESSEINFORMATION Nr. 29/02-



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