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Die Stadt Köln und ihre Flüchtlingspolitik
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Schon seit über 10 Jahren lässt sich die Stadt Köln bei der Unterbringung von Flüchtlingen nicht vom Gastrecht sondern von der Abschreckung leiten. Den Zufluchtsuchenden soll durch die Art der Unterbringung klar gemacht werden, dass sie unerwünscht sind und gefälligst so schnell wie möglich weiterziehen sollen. Öffentlich wurde das in den Medien mit dem Begriff vom "Wirtschaftsflüchtling" oder ganz unverblümt mit der Nazi-Vokabel vom "Sozialschmarotzer" populistisch propagiert.
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Die Flüchtlingsheime in Köln wurden von den verantwortlichen Politikern und Verwaltungsbeamten samt und sonders in der Innenstadt oder in den Stadtteilen, die eh schon genug Probleme haben, eingerichtet. Kein einziges Heim steht in den Stadtteilen, wo überwiegend wohlhabende Kölnerinnern und Kölner wohnen. Zwischen den Heimen gibt es ein großes Qualitätsgefälle, eine Hierarchie von verschiedenen Wohnheimtypen. Damit werden auch die Bewohner hierarchisiert. Der Unterbringung in abgeschlossenen Wohnungen mit eigenem Bad auf der einen Seite, stehen auf der anderen Seite Heime gegenüber, die schlicht als menschenunwürdig zu bezeichnen sind. Zu dieser untersten Stufe gehört u.a. der Poller Holzweg.
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Am Poller Holzweg, in dem hauptsächlich Roma - Flüchtlinge untergebracht werden, müssen die Menschen isoliert von direkter Nachbarschaft, eingerahmt von den Bahngleisen und einer Mülldeponie, wohnen. Alle Kölnerinnen und Kölner können sich selbst davon überzeugen, dass diese Art von Unterbringung, die intern im Wohnungsamt als Strafstation bezeichnet wird, menschenunwürdig ist.
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In den vergangenen Monaten haben viele Menschen in Köln gegen die Unterbringung von Flüchtlingen im Container - Lager in Köln Kalk demonstriert. Angesichts der Proteste und der Tatsache, dass der Eigentümer des Grundstücks anderweitige Pläne hat, wurde dieses Lager geschlossen. Aber von der Abschreckungspolitik gegenüber Flüchtlingen will die Stadt Köln nicht abrücken. Geplant ist die neu in Köln ankommenden Flüchtlinge für Monate auf einem Schiff im Niehler Hafen unterzubringen.
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Wir denken, dass die Proteste gegen dieses Flüchtlingsschiff wichtig und richtig sind, aber wir meinen zugleich, dass das gesamte Unterbringungskonzept der Stadt Köln öffentlich diskutiert werden muss. Daher wollen wir, dass alle den Poller Holzweg kennen lernen - und die Alternative:
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In Münster ist ein Unterbringungskonzept entwickelt worden, das alle Neueinwanderer gleich behandelt und keine Wohnheime vorsieht, die mehr als 50 Menschen umfassen. Die den Aussiedlern und Flüchtlingen zu Teil werdende Hilfe ist nicht nur menschenwürdiger, als das,was in Köln geschieht, es ist sogar noch kostengünstiger, als das Kölner Abschreckungsmodell.
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Baschar Atrache, Faruk Beskisiz, Christiane Ensslin, Klaus Jünschke
Kölner Appell gegen Rassismus e.V.
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Abschiebestopp für Afghanen | AI: Entscheidung des BVG ist herber Rückschlag
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