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Kritik an Menschenrechtspolitik (China)
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Kritik an Menschenrechtspolitik 30 Jahre deutsch-chinesische Beziehungen
Zusammenarbeit mit China von Einhaltung der Menschenrechte abhängig machen !
"Menschenrechte dürfen nicht länger dem Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen geopfert werden", hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag anlässlich der Feiern zum 30-jährigen Bestehen der deutsch-chinesischen Beziehungen gefordert. "Die rot-grüne Bundesregierung verleugnet die Opfer der Diktatur in China, wenn Bundeskanzler Gerhard Schröder regelmäßig die kritischen Äußerungen seines Außenministers relativiert," erklärte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius. "Es ist peinlich, wie offenkundig der chinesischen Führung signalisiert wird, dass die Kritik in Menschenrechtsfragen aus Deutschland nicht ernst genommen werden muss." Diese Art der Menschenrechtspolitik diene mehr der Beruhigung des eigenen Gewissens und der heimischen Wählerschaft, als dass sie konkret in China etwas bewirke.
Die Bundesregierung verliere ihre Glaubwürdigkeit in Menschenrechtsfragen, wenn Außenminister Fischer vor der UN- Menschenrechtskommission in Genf die schweren Menschenrechtsverletzungen an muslimischen Uiguren kritisiere, Bundeskanzler Schröder bei seinem China-Besuch Ende Oktober 2001 die eskalierende Verfolgung jedoch mit keinem Wort erwähne. Geschickt hätten die chinesischen staatlichen Medien das Schweigen des Bundeskanzlers genutzt und behauptet, Deutschland unterstütze Chinas "Krieg gegen den Terrorismus" der Uiguren. Nur über deutsche Beamte habe Schröder verlauten lassen, das Problem müsse "differenziert" gesehen werden. "Das Schweigen des Bundeskanzlers war ein Armutszeugnis deutscher Menschenrechtspolitik und ein Paradebeispiel dafür, wie Menschenrechte unter der rot-grünen Bundesregierung auf der Strecke bleiben, wenn sie mit deutschen Wirtschaftsinteressen kollidieren", kritisierte Delius. Schröder sei damit meilenweit hinter US- Präsident George Bush und der früheren UN- Hochkommissarin für Menschenrechte, Mary Robinson, zurückgeblieben, die Chinas Antiterror- Kampf gegen ethnische und religiöse Minderheiten öffentlich in aller Schärfe kritisierten.
================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen ================================== 11.10.2002
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