Reporter ohne Grenzen erhält Dr.-Erich-Salomon-Preis und zeigt Ausstellung "ÜberLeben im Alltag" auf der photokina in Köln
Die internationale Menschenrechtsorganisation zur Verteidigung der Pressefreiheit lädt ganz herzlich Journalistinnen, Journalisten und alle, die sich für Fotografie und die Arbeit von Reporter ohne Grenzen interessieren, zum Besuch der Ausstellung und zur Preisverleihung ein.
Ausstellung "ÜberLeben im Alltag" vom 25. bis 30.September 2002, täglich von 10 bis 18 Uhr, Auenplatz
"ÜberLeben im Alltag" - unter diesem Thema stehen die Bildserien der zehn international renommierten und mit vielen Preisen ausgezeichneten Fotografinnen. Sie erzählen - jede auf ihre eigene differenzierte Art und Weise - über Leben und Überleben als Kind in Belfast, in zerstörten kurdischen Dörfern, im Gefängnis, auf einer Müllkippe in Rumänien, im Krieg in Afghanistan, auf dem Strich in Thailand, im Alltag einer Großstadt, bei der Abschiebung aus Südafrika. Aber sie erzählen auch vom oft absurden Alltag im reicheren Teil der Welt.
Die Ausstellung zeigt eine Auswahl der Aufnahmen aus dem gleichnamigen aktuellen Fotoband von Reporter ohne Grenzen.
Die Fotografinnen: Nan Goldin, Susan Meiselas, Cathy Loughran, Jodi Bieber, Jordis Antonia Schlösser, Ursula Meissner, Karin Apollonia Müller, Lara Jo Regan, Xiao Hui Wang, Jane Evelyn Atwood.
Verleihung des Dr.-Erich-Salomon-Preises an Reporter ohne Grenzen am 29. September um 18 Uhr auf dem Auenplatz
Reporters sans frontières / Reporter ohne Grenzen erhält den Dr.-Erich-Salomon-Preis, eine der höchsten Auszeichnungen der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh).
"Damit ehren wir eine Organisation, die sich seit vielen Jahren unermüdlich für die Meinungs- und Pressefreiheit weltweit engagiert. In den jährlich erscheinenden Bildbänden setzt sie in vorbildlicher Weise die Photographie als Mittel ein, um Öffentlichkeit für dieses grundlegende Recht zu schaffen", begründet die DGPh die Preisvergabe.
Robert Ménard, Generalsekretär und Gründer von Reporters sans frontières, nimmt den Preis entgegen. Die Laudatio hält Hansjoachim Nierentz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Photographie.
Wir informieren Sie gern über unsere internationale Menschenrechtsorganisation zur Verteidigung der Presse- und Meinungsfreiheit. Die Fotobände sind am Informationsstand oder bei der Geschäfts-stelle von Reporter ohne Grenzen erhältlich.
Ort: Messehallen in Köln-Deutz auf der photokina, Eingang Auenplatz, Übergang von Halle 1-3 zur Halle 5-6
Reporter ohne Grenzen setzt sich weltweit für bedrohte und inhaftierte Journalistinnen und Journalisten ein, hilft unabhängigen Medien bei Zensur und Verbot und informiert die Öffentlichkeit über Verletzungen der Pressefreiheit. Neun nationale Sektionen sind weltweit mit den wichtigsten Medien vernetzt. Sind Journalisten bedroht, leistet die Organisation unbürokratische Hilfe, um sie aus der Schusslinie zu holen.
Die Arbeit von Reporter ohne Grenzen ist notwendig: In den letzten Jahren wurden mindestens 650 Journalistinnen und Journalisten wegen ihrer Veröffentlichungen oder in Aus-übung ihres Berufes getötet. Ständig sind auf der Welt mehr als 100 Journalistinnen und Journalisten wegen ihrer Meinung im Gefängnis. Nach wie vor missachten über die Hälfte aller 191 Staaten mit Sitz bei der UNO Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, der Meinungs- und Pressefreiheit garantiert.
Der Dr.-Erich-Salomon-Preis wird seit 1971 vergeben. Er steht für die vorbildliche Anwendung der Fotografie in der Publizistik und dient zugleich dem Andenken an den großen Fotografen der Weimarer Republik, Dr. Erich Salomon, der den modernen Bildjournalismus entscheidend prägte. Er wurde 1944 in Auschwitz ermordet. Der Preis ist nicht dotiert. Zu den bisherigen Preisträgern gehörten unter anderem der "Stern", "National Geographic Magazin", Sebastiao Salgado und Herlinde Koelbl.
Für weitere Informationen: Tel. (030) 615 85 85 kontakt@reporter-ohne-grenzen.de www.reporter-ohne-grenzen.de / www.rsf.org
Reporter ohne Grenzen Skalitzer Straße 101, 10997 Berlin Germany rog@snafu.de kontakt@reporter-ohne-grenzen.de Tel.: 49 - 30 - 615 85 85 Fax: 49 - 30 - 614 56 49
Berlin, 24. September 2002
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