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ISSN 1610-0611
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UNHCR besucht Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein

UNHCR studiert die Situation von Flüchtlingen in Schleswig-Holstein
Stefan Berglund, Leiter der Berliner Vertretung des
Flüchtlingshochkommissariats der Vereinten Nationen, besucht den
Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V.

Die Gelegenheit eines Besuches in Kiel hat der Vertreter des
Hochkommissars für Flüchtlinge der Vereinten Nationen (UNHCR) in
Deutschland, Stefan Berglund, am vergangenen Montag zu Gesprächen mit
dem Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein genutzt.

Der aus Finnland stammende promovierte Politologe und
Kommunikationswissenschaftler Berglund leitet die Berliner
UNHCR-Vertretung seit Februar dieses Jahres. In den Jahren zuvor war er
für das Hochkommissariat mit Aufgaben in Malaysia, Sudan, Ägypten, der
Türkei, Zambia, Ungarn sowie in der Genfer Zentrale der Organisation
betraut.

Vorstand und SprecherInnen des Flüchtlingsrates und die
Flüchtlingsbeauftragte der Nordelbischen Landeskirche berichteten ihm
über die im Lande bestehenden Netzwerke solidarischer Flüchtlingshilfe,
über die Situation von Kinderflüchtlingen und über die kommunale
Verwaltungspraxis. Mit Befremden nahm Stefan Berglund dabei insbesondere
zwei ihm vorgetragene Fälle von herausragend restriktiver
Verwaltungspraxis der Ausländerämter in Ostholstein und Segeberg zur
Kenntnis. Außerdem erklärte der Vertreter des
Flüchtlingshochkommissariats, sich dem Kieler Innenminister gegenüber
für mögliche Kompetenzerweiterungen der Härtefallkommission
Schleswig-Holstein einzusetzen.

„Das UNHCR plant, zukünftig regelmäßiger und enger mit den in der
Flüchtlingshilfe engagierten Nichtregierungsorganisationen
zusammenarbeiten.“ erklärt Stefan Berglund im Anschluss an seine Kieler
Gespräche. „Der Austausch mit dem Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein hat
mich bezüglich dieses Vorhabens sehr bestärkt.“

gez. Martin Link,
Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V.


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