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ISSN 1610-0611
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Ermittlungen auf deutschen Gänsemastfarmen

Grausame Bedingungen in der Gänsemast

PETA deckt Tierquälerei in deutscher Gänsefarm auf

Stuttgart -- Über 1.600 Jahre nach dem Tod des Heiligen Martin fordert die Tierrechtsorganisation PETA mit dem traditionellen Gänsebraten zu "Ehren" des Heiligen Martin Schluss zu machen.

PETA verfüge über neues Bild- und Videomaterial aus einer deutschen Gänsemastanlage, in der bis vor wenigen Tagen noch an die 10.000 Gänse unter katastrophalen Bedingungen gehalten worden seien; geboren für ein grausames Leben und einen vorzeitigen, gewaltsamen Tod. Oberste Priorität sei: Gänse müssen schnell an Gewicht zulegen. Die Agrarindustrie habe sich daher auf Qualzuchten spezialisiert, deren Körpergewicht binnen kürzester Zeit von den Beinen nicht mehr getragen werden könne, was zu Beinbrüchen und langsamem Verhungern führe. Mindestens 10% „Ausfälle“ seien knallhart einkalkuliert, diese Kadaver würden oft erst wenn sie von Maden übersät seien, eingesammelt. Krankheiten, die vorbeugend mit Antibiotika im Futter bzw. Wasser bekämpft würden sowie Salmonellen seien bei solchen Hygienebedingungen an der Tagesordnung. Das alles lande dann auf unseren Tellern.

Heute (7.11.02) Abend läuft ein Fernsehbeitrag darüber im SWR (Ländersache, 20.15 Uhr). Das Bild- und Videomaterial kann bei PETA bestellt werden.

"Gerade der Heilige Martin, der gewaltlos dachte und handelte und als 'erster christlicher Kriegsdienstverweigerer' in die Geschichte einging, hätte heute ganz gewiss seinen Mantel erneut über die Ärmsten, die Benachteiligten und Unterdrückten - nämlich die Tiere - geworfen", meint Jürgen Faulmann von PETA-Deutschland e.V.

Nach Angaben der Organisationen seien Gänse äußerst liebenswerte und intelligente Lebewesen. Sie gehörten zu den reaktionsschnellsten Tieren und hätten ein exzellentes Gehör. Außerdem blieben sie ein Leben lang (bis zu 20 Jahren, statt 10 Wochen in der Mast) mit ihrem Partner zusammen und trauern, wenn dieser stirbt. Sie könnten erblindete Artgenossen füttern und noch vieles mehr.

PETA macht den Konsumenten den Umstieg auf pflanzliche Ernährung jetzt besonders einfach: Die Broschüre „vegetarisch - so starten Sie durch!“ mit köstlichen Rezepten und Bezugsquellen pflanzlicher Produkte kann kostenlos auf www.peta.de oder unter +49 (0)711-866-6165, Fax +49 (0)711-866-6166 bestellt werden.

PETA ist mit über 750 000 Mitgliedern die weltweit größte Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.




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