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ISSN 1610-0611
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Pelzaktion vor Peek&Cloppenburg

Internationaler Aktionstag gegen Pelzmode: VIER PFOTEN demonstriert vor
Peek&Cloppenburg

Hamburg, - Am „Fur Free Friday“, dem internationalen Tage gegen die
Pelzmode, demonstrieren Mitglieder der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN
vor dem Modehaus Peek&Cloppenburg in der Mönckbergstrasse. Die Tierschützer
kritisieren das zunehmende Angebot von Pelzprodukten in der Mode dieses
Winters und appellieren an die Verbraucher, auf das Tragen von echtem Pelz
zu verzichten. Mit Transparenten und Flugblättern informiert VIER PFOTEN die
Passanten über die Haltungsbedingungen und Tötungsmethoden in deutschen
Pelztierzuchten. Zwei kostümierte Aktivisten in einem Käfig laufen monoton
auf und ab. Sie ahmen damit die Verhaltensstörungen der Pelztiere in den
Zuchtbetrieben nach.

„Das Tragen von Pelz ist in weiten Kreisen wieder salonfähig. Neben
Pelzmänteln sind es in diesem Winter vor allem die kleinen Pelzaccessoires,
die fast unauffällig die Mode begleiten,“ erklärt Anette Nomann,
Wildtierexpertin von VIER PFOTEN. „Ob Pelzkragen, Pelzmützen oder
Pelzbesätze an Ärmeln oder Taschen, für jedes Stück Pelz müssen Tiere
sterben.“

In Zuchtfarmen leben Pelztiere in winzigen Drahtgitterkäfigen. Ständige
Langeweile und unerträgliche Enge bedeuten lebenslange Qual. Im Alter von
rund acht Monaten werden Nerze vergast oder durch Stromschlag getötet. Ihr
Tod ist so qualvoll wie ihr Leben. Dieses Schicksal erleiden allein in
Deutschland jährlich rund 300.000 Pelztiere.
In vielen Ländern werden Pelztiere auch gejagt, so z.B. in weiten Gebieten
Nordamerikas und Russlands. Bieber, Luchse, Wölfe und andere Wildtiere
werden mit Fallen gefangen und verenden elendig; sie verdursten oder
verhungern, werden erschlagen, erschossen oder ertränkt. rund fünfzehn
Prozent der weltweit gehandelten Felle stammen aus dieser Jagd.

„Die umfangreichen Werbekampagnen der Pelzindustrie und Modemacher setzen
auf die Unwissenheit der Verbraucher und lenken gezielt vom Aspekt des
Tierleides ab“, erklärt
Anette Nomann das Comeback der Pelzmode. „Es ist höchste Zeit, die Menschen
wieder wachzurütteln und aufzuzeigen, wo überall Tierfelle die Kleidung
schmücken.“

Der „Fur Free Friday“ wurde 1986 in den USA ins Leben gerufen. Seither wird
jedes Jahr am Freitag nach Thanksgiving die Aufmerksamkeit auf Kaufhäuser
gelenkt, die Pelz verkaufen. Seit einigen Jahren demonstrieren auch in
Europa immer mehr Menschen an diesem Tag gegen die Pelzmode.

In Deutschland sind die gesetzlichen Bestimmungen zur Pelztierzucht
vollkommen unzureichend. Derzeit erarbeitet das zuständige
Verbraucherschutzministerium eine Verordnung zum Schutz der Pelztiere. VIER
PFOTEN fordert eine scharfe Verordnung, die zum Ende der kommerziellen
Pelztierzucht in Deutschland führt.

Weitere Informationen, Bild und TV Material bei VIER PFOTEN:
Beate Schüler, Pressesprecherin, 040-399 249 -31, 0170-5508261
Anette Nomann, Wildtierexpertin, 02361-484995, 0160-2687338


29.11.02
Beate Schüler
Pressesprecherin
VIER PFOTEN e.V.

Altonaer Str. 57
20357 Hamburg


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