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Pelzaktion vor Peek&Cloppenburg
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Internationaler Aktionstag gegen Pelzmode: VIER PFOTEN demonstriert vor Peek&Cloppenburg
Hamburg, - Am „Fur Free Friday“, dem internationalen Tage gegen die Pelzmode, demonstrieren Mitglieder der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN vor dem Modehaus Peek&Cloppenburg in der Mönckbergstrasse. Die Tierschützer kritisieren das zunehmende Angebot von Pelzprodukten in der Mode dieses Winters und appellieren an die Verbraucher, auf das Tragen von echtem Pelz zu verzichten. Mit Transparenten und Flugblättern informiert VIER PFOTEN die Passanten über die Haltungsbedingungen und Tötungsmethoden in deutschen Pelztierzuchten. Zwei kostümierte Aktivisten in einem Käfig laufen monoton auf und ab. Sie ahmen damit die Verhaltensstörungen der Pelztiere in den Zuchtbetrieben nach.
„Das Tragen von Pelz ist in weiten Kreisen wieder salonfähig. Neben Pelzmänteln sind es in diesem Winter vor allem die kleinen Pelzaccessoires, die fast unauffällig die Mode begleiten,“ erklärt Anette Nomann, Wildtierexpertin von VIER PFOTEN. „Ob Pelzkragen, Pelzmützen oder Pelzbesätze an Ärmeln oder Taschen, für jedes Stück Pelz müssen Tiere sterben.“
In Zuchtfarmen leben Pelztiere in winzigen Drahtgitterkäfigen. Ständige Langeweile und unerträgliche Enge bedeuten lebenslange Qual. Im Alter von rund acht Monaten werden Nerze vergast oder durch Stromschlag getötet. Ihr Tod ist so qualvoll wie ihr Leben. Dieses Schicksal erleiden allein in Deutschland jährlich rund 300.000 Pelztiere. In vielen Ländern werden Pelztiere auch gejagt, so z.B. in weiten Gebieten Nordamerikas und Russlands. Bieber, Luchse, Wölfe und andere Wildtiere werden mit Fallen gefangen und verenden elendig; sie verdursten oder verhungern, werden erschlagen, erschossen oder ertränkt. rund fünfzehn Prozent der weltweit gehandelten Felle stammen aus dieser Jagd.
„Die umfangreichen Werbekampagnen der Pelzindustrie und Modemacher setzen auf die Unwissenheit der Verbraucher und lenken gezielt vom Aspekt des Tierleides ab“, erklärt Anette Nomann das Comeback der Pelzmode. „Es ist höchste Zeit, die Menschen wieder wachzurütteln und aufzuzeigen, wo überall Tierfelle die Kleidung schmücken.“
Der „Fur Free Friday“ wurde 1986 in den USA ins Leben gerufen. Seither wird jedes Jahr am Freitag nach Thanksgiving die Aufmerksamkeit auf Kaufhäuser gelenkt, die Pelz verkaufen. Seit einigen Jahren demonstrieren auch in Europa immer mehr Menschen an diesem Tag gegen die Pelzmode.
In Deutschland sind die gesetzlichen Bestimmungen zur Pelztierzucht vollkommen unzureichend. Derzeit erarbeitet das zuständige Verbraucherschutzministerium eine Verordnung zum Schutz der Pelztiere. VIER PFOTEN fordert eine scharfe Verordnung, die zum Ende der kommerziellen Pelztierzucht in Deutschland führt.
Weitere Informationen, Bild und TV Material bei VIER PFOTEN: Beate Schüler, Pressesprecherin, 040-399 249 -31, 0170-5508261 Anette Nomann, Wildtierexpertin, 02361-484995, 0160-2687338
29.11.02 Beate Schüler Pressesprecherin VIER PFOTEN e.V.
Altonaer Str. 57 20357 Hamburg
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