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ISSN 1610-0611
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Pony-in-Not

Der Einsamkeit vorausgegangen sind nicht selten mehr oder minder herbe Auswüchse von Wankelmütigkeit Unachtsamkeit, Unzuverlässigkeit, Willkür, Unmut und Überdruss der kleinen Pony- Besitzer.

Ponys sind im doppelten Sinn keine Kinderpferde. Sie sind zwar klein, aber erwachsen. In ihrem Erwachsenwerden und Erwachsensein unterscheiden sie sich nicht von ihren großen Artgenossen. Sie brauchen eine fundierte, faire und konsequente Erziehung, artgerechte Haltung mit Artgenossen und sorgsame Pflege. Wird ihnen alles das nicht zuteil, zeigen sie wie ihre großen Kollegen mehr oder minder gesundheitliche Probleme und Verhaltensstörungen, mit denen besonders Kinder überfordert sind. Spieltiere für Kinder sind Ponys in keinem Fall. Es sind kleine Pferde, denen man ebenso gerecht werden muss wie den großen. Daher sollten Eltern von Kinder, die sich ein Pony wünschen, pferdeerfahren und verantwortungsbewusst sein. Diese Eigenschaften kann man von Kindern nicht verlangen. Speziell an „übellaunigen“ oder eigenwilligen Ponys verlieren Kinder rasch ihren Spaß. Auch das tägliche Füttern, Misten, Tränken, pflegen – und zwar bei jedem Wetter – verliert an Reiz. Bald reizt es die Kiddis tierisch, diesen Aufgaben nachzukommen. Da gibt es längst andere Verlockungen aus dem Lager der Zweibeiner. Das Pony ist dann nur noch eine Last.

In Händlerställen, beim Metzger und auf Pferdemärkten jedweder Art sieht man Ponys, die abgeschoben worden sind, weil man ihrer überdrüssig wurde. Manche haben das „Glück“ einem neuen Kind als Unterhaltung zu dienen, bis sie wieder abgeschoben werden. Diese von Kind-zu-Kind-Tournee kann sich mehrfach wiederholen, denn Ponys können rund vierzig Jahre alt werden. Am Ende ihres Lebens haben viele Ponys Erlebnisse mit Menschen gemacht, für die es sich nicht zu leben gelohnt hat.

Bevor Sie Ihrem Kind ein Pony schenken, informieren Sie sich über Zeit- und Arbeitsaufwand, Pflegebedarf, artgerechtes Futter und die artgerechte Haltung, die diese Tiere benötigen. Bitte gehen Sie keine Kompromisse zu Lasten des Tieres ein. Sollte „das Kind schon in den Brunnen gefallen sein“ und Sie ein Pony nicht mehr halten können oder wollen, wenden Sie sich bitte an uns, bevor das Tier auf einen Schlachtpferdetransport geht oder in dubiose Hände gerät.

Wir informieren Sie gerne. www.pony-in-not.de
Aut.:
Pressemitteilung von
www.animal-news.de


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