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Corporate Citizenship
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UN Global Compact organisiert Meeting zur Förderung von Corporate Citizenship Berliner Treffen ist bislang größtes Zusammentreffen von Unternehmen, Zivilgesellschaft, Gewerkschaften und Wissenschaft im Rahmen des Global Compact
Berlin, 9. Dezember 2002. Vom 11. bis zum 13. Dezember 2002 findet in Berlin das 2. Jahrestreffen des "Global Compact Learning Forum" statt. Es ist das erste internationale Treffen dieser Art in Deutschland. Mehr als 200 Repräsentanten der Privatwirtschaft, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft, Wissenschaft sowie staatlicher Organisationen und den Vereinten Nationen (UN) kommen im GTZ-Haus Berlin zusammen, um Fragen der weltweiten Förderung sozialer Verantwortung von Unternehmen zu erörtern. Das Treffen wird vom Bundesentwicklungsministerium eröffnet. Mit dem Learning Forum stoßen die im Global Compact organisierten Unternehmen erstmalig eine breit angelegte öffentliche Debatte zum Thema Corporate Citizenship an.
Die dreitägige Veranstaltung bietet den Teilnehmern des Global Compacts Gelegenheit, sich über die Erfahrungen mit sozialen und ökologischen Fragen unternehmerischen Handelns auszutauschen. Rund 100 Unternehmen aus aller Welt und aus unterschiedlichen Branchen werden anhand praktischer Beispiele erläutern, wie sie die Grundsätze des Global Compacts in ihre Unternehmenspolitik integrieren. Beispiele liefern ABB Ltd zum Thema Transparenz und Konfliktprävention; ITT Flygt AG und Statoil zu Menschenrechten in Lieferketten; Volkswagen zu Herausforderungen in der Arbeitsplatzschaffung; DaimlerChrysler zu HIV/AIDS am Arbeitsplatz und Samarco zum Umweltmanagement.
"Das Treffen verspricht, zu einem besseren Verständnis bürgerlicher Verantwortung von Unternehmen beizutragen und dadurch Führungskompetenz zur Bewältigung von Kernproblemen aufzubauen," sagte Georg Kell, Leiter des "Global Compact"-Büros bei den Vereinten Nationen in New York.
Der Global Compact wurde 1999 von UN-Generalsekretär Kofi Annan ins Leben gerufen. Er verfolgt das Ziel, durch neue Allianzen zwischen Staat, Wirtschaft, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft weltweit "Corporate Citizenship" zu fördern. Dies geschieht auf der Basis von neun Grundsätzen aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen und Umwelt, zu deren Wahrung sich die Mitgliedsfirmen bekennen.
Die Bundesregierung hat die Idee des Global Compact von Anfang an begrüßt und gefördert. "Wenn wir die globalen Herausforderungen meistern wollen, müssen wir noch stärker mit dem Privatsektor zusammenarbeiten. Viele Firmen sind bereit, soziale Verantwortung zu übernehmen. Zusammen können wir diesen Ansatz breiter verankern", sagte Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul.
In Berlin werden die Teilnehmer über die Einbindung eines zehnten Grundsatzes zu Transparenz und Korruption beraten - laut Georg Kell "ein kritisches globales Thema, dem für die globale Entwicklung und Armutsbekämpfung wachsende Bedeutung zukommt."
Nach Einschätzung von Ellen Kallinowsky, Leiterin des "Learning Forum" im Global Compact, wird die Konferenz auch die einmalige Gelegenheit bieten, Unternehmen und Hochschulinstitute zusammenzubringen, Partnerschaften aufzubauen, Erfahrungen auszutauschen und Potenziale der Forschung zu nutzen. Sie betont, dass weltweit führende akademische Institutionen wie die Harvard University und die kürzlich gegründete European Academy of Business in Society an der Konferenz teilnehmen werden.
"Große multinationale Unternehmen beginnen zu verstehen, dass die Gesellschaft immer größere Erwartungen an sie richtet, sowohl hinsichtlich ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft im eigenen Land als auch in anderen Ländern", sagte John Ruggie, Direktor des Center for Business and Government an der Kennedy School of Government der Harvard University. "Der Global Compact ist der einzige Prinzipienkatalog, der die Vision einer globalen staatsbürgerlichen Verantwortung für Unternehmen entwirft, der von allen Ländern der Welt anerkannt wurde und dadurch die Anliegen der gesamten internationalen Gemeinschaft zum Ausdruck bringt." Das "Global Compact Learning Forum Meeting" ist eine gemeinsame Veranstaltung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), des Auswärtigen Amts (AA) und der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH. Ermöglicht wurde es durch die großzügige Unterstützung verschiedener Mitgliedsunternehmen der "German Friends of the Global Compact": ABB, BASF, BAYER, BMW, DaimlerChrysler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, Gerling Group, Otto Versand, und SAP.
PM Global Compact 09.12.02
Mit freundlichen Grüßen Jörg Hilger GTZ-Unternehmenskommunikation Interne und Externe Kommunikation
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