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Ein Jahr Euro - Bilanz

Ein Jahr Euro
Ein Geburtstagskind ohne Partygäste
vzbv zieht insgesamt positive Bilanz der Euroeinführung

- Eine verhalten positive Bilanz hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) knapp ein Jahr nach der Euro-Bargeldeinführung gezogen. „Im Rückblick überwiegt der positive Eindruck“, so vzbv-Vorstand Prof. Dr. Edda Müller. So hätte die (T)Euro-Debatte nicht nur zu Kaufzurückhaltung und Skepsis geführt, sondern einige Anbieter auch zum Einlenken bewogen. Einen wesentlichen Beitrag dazu habe das seit Juli eingerichtete Preis-Wert-Forum des vzbv im Internet geleistet, in dem Verbraucherhinweise zu Preisveränderungen zusammen mit den Stellungnahmen der Anbieter veröffentlicht wurden. „Wir hoffen, dass sich auch die restlichen Ausreißer - vor allem im Dienstleistungssektor und speziell in der Gastronomie - noch eines Besseren besinnen“, so Edda Müller. Insgesamt sei jedoch die empfundene Teuerung drastischer ausgefallen als die tatsächliche. Für das neue Jahr sei zu erwarten, dass die Skepsis der Verbraucher sinken wird und die Vorteile des Euro, wie etwa transparentere Preise und Vorteile bei Auslandsreisen, überwiegen werden.

Insgesamt rund 280.000 Verbraucher hatten seit Juli das Verbraucherforum besucht (www.preis-wert-forum.de). Der Großteil der insgesamt knapp 1800 veröffentlichten Beschwerden über Preiserhöhungen entfällt auf den Einzelhandel und die Gastronomie. Dass besonders die Gastronomie in den Mittelpunkt der Diskussion geraten ist, liegt nicht nur an der subjektiven Wahrnehmung, sondern auch an tatsächlich gestiegenen Preisen. So meldet das Statistische Bundesamt, dass die Preise für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen im November 2002 um 3,4 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind, gleiches gilt auch zum Beispiel für Friseurdienstleistungen. Der Einzelhandel hingegen hatte sich durch Preiserhöhungen schon im letzten Jahr Spielräume geschaffen, um zum Zeitpunkt der Euro-Einführung gezielt die Preise senken zu können. Dies haben auch die regelmäßigen Preiserhebungen des Instituts für angewandte Verbraucherforschung (IfaV) im Auftrag des vzbv ergeben (letzte Erhebung: 2.-7. Dezember 2002, siehe Anhang).

Ein weiteres Projekt der Informationskampagne des vzbv und der Verbraucherzentralen zur Euro-Einführung war das EuroFon. Die dort Anfang des Jahres und im Oktober eingegangenen Anfragen und Beschwerden machten das Phänomen der „gefühlten Inflation“ deutlich, bei der häufig gekauften Waren und Dienstleistungen unabhängig vom Anteil der Gesamtausgaben großes Gewicht beigemessen wurde. So gaben in einer aktuellen Umfrage des IfaV über 90% der 1000 Befragten an, dass die Lebensmittelpreise durch die Euro-Umstellung gestiegen seien. Tatsächlich lag laut Statistischem Bundesamt das Preisniveau für Nahrungsmittel im November 2002 um 0,8% niedriger als vor Jahresfrist. „Dies liegt in erster Linie daran, dass sich das tägliche Brötchen oder das Bier in der Stammkneipe, die durchschnittlich um 5,1% bzw. 3,6% teurer geworden sind, in der Erinnerung tiefer einprägen als Ausgaben für Miete, Möbel oder Reisen“, so Edda Müller.


Carel Mohn, Pressesprecher
Christian Fronczak, Pressereferent
21. Dezember 2002



Abschließender Bericht der IfaV-Studie zur Preisentwicklung im Einzelhandel und im Dienstleistungssektor bei der Euro-

Einführung im Auftrag des vzbv:
02-12-18_IFAV_Bericht nach 10.Erhebung.doc [186 KB] (Word-Dokument)


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