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ISSN 1610-0611
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Immer mehr Eltern erziehen ihre Kinder gewaltfrei


Eine vom Bundesfamilien- und Bundesjustizministerium in Auftrag
gegebene Studie, für die 6.000 Eltern, Kindern und Multiplikatoren in
der Familien- und Jugendberatung befragt wurden, bestätigt, dass das
Leitbild des Aufwachsens ohne Gewalt inzwischen breit bekannt und
akzeptiert ist.

Bundesfamilienministerin Dr. Christine Bergmann erklärt: "Die
Bekämpfung von Gewalt in allen Lebensbereichen ist eines der zentralen
Anliegen der rot-grünen Regierungspolitik. Ein Leben ohne Gewalt, ein
Aufwachsen ohne Gewalt muss jedem Menschen möglich sein. Wir wollen
Familien und ihre Kinder stark machen - damit Kinder und Jugendliche
die bestmöglichen Chancen im Leben haben. Deshalb haben wir ein neues
Leitbild in der Erziehung gesetzlich verankert und die
Gesetzesänderung durch eine Kampagne begleitet: Kinder haben ein Recht
auf ein Aufwachsen frei von Gewalt."

Das "Gesetz zur Ächtung der Gewalt in der Erziehung" trat im November
2000 in Kraft. Der geänderte § 1631, Abs. 2 BGB schreibt vor: "Kinder
haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen,
seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind
unzulässig". Mit einer breit angelegten, bundesweiten Aufklärungs- und
Informationskampagne "Mehr Respekt vor Kindern" begleitete das
Bundesfamilienministerium von September 2000 bis Ende 2001 die
Gesetzesänderung. In 36 Orten liefen 500 Vor-Ort-Aktionen. Außerdem
nutzen 20.000 Mütter und Väter Kurse, Workshops und Seminare zum Thema
Erziehung, die im Rahmen der Kampagne angeboten wurden.

"Immer mehr Eltern erziehen ihre Kinder gewaltfrei", so
Bundesministerin Bergmann. "Erziehung von Kindern ist in Deutschland
wieder Thema. Die gesellschaftliche Debatte um die Leitlinien der
Erziehung ist wichtig, denn es gibt eine öffentliche Verantwortung für
das Aufwachsen von Kindern, die die private Verantwortung ergänzt. Wir
müssen als Gesellschaft hier insgesamt Verantwortung übernehmen, und
dies nicht allein den Eltern oder vielleicht noch den Erzieherinnen
und Erziehern, den Lehrkräften oder Sozialarbeiterinnen und
Sozialarbeitern überlassen. Wir als Regierung übernehmen unseren Teil
der Verantwortung. Wir haben das Klima in der Gesellschaft verändert.
Wir bekämpfen Gewalt, wir unterstützen Eltern, wo sie Hilfe brauchen.
Wir nehmen die öffentliche Verantwortung für das Aufwachsen von
Kindern ernst."

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Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
E-mail: poststelle@bmfsfj.de
Internet: http://www.bmfsfj.de/

Dienststelle Berlin:
Taubenstraße 42/43
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