Dr. Christine Bergmann: "Bildung für alle Kinder ist unser Ziel. Wir haben Bildung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen wieder zum gesellschaftspolitischen Thema Nummer eins gemacht. Denn es gibt eine öffentliche Verantwortung für das Aufwachsen von Kindern, die die private Verantwortung der Familien ergänzt. Unsere Gesellschaft muss allen Kindern unabhängig von ihrer sozialen Herkunft das gleiche Recht und die gleichen Chancen auf Bildung und Förderung geben. Der Ausbau der Angebote von Bildung und Betreuung von Kindern hat deshalb in der Familienpolitik künftig Priorität. Der Bund unterstützt den Ausbau der Ganztagseinrichtungen durch die Kommunen und Länder mit 4 Mrd. Euro in der nächsten Legislaturperiode.
Das Recht auf Bildung ernst zu nehmen bedeutet, die Neugier von Kindern und die Lust der Kinder am Lernen zu fördern. Bildung beginnt bereits im frühen Kindesalter und ist nicht auf die Schule begrenzt. Gemeinsame Bildungsstandards sind sowohl für den schulischen Bereich als auch für die Kindertagesstätten wichtig. Wir werden einen gemeinsamen Bildungsplan für Kinder unter sechs Jahren vorlegen, um die frühkindliche Bildung in den Kindertageseinrichtungen zu verbessern. Frühkindliche Bildungsangebote unterstützen im übrigen auch die Integration von Kindern aus Migrantenfamilien.
Das Rüstzeug fürs Leben finden Kinder und Jugendliche nicht nur im Schulranzen; Schlüsselkompetenzen wie Kreativität, soziale Verantwortung, Kommunikations- und Problemlösungskompetenz entwickeln sie auch vor und neben der Schule. Wir stärken deshalb die kulturelle und außerschulische Bildung und wollen Kinder- und Jugendhilfe, Schulen und Elternhaus stärker verzahnen. "
--------------------------------- Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend