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ISSN 1610-0611
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NRW demontiert Muttersprachlichen Unterricht

Die Landesregierung (NRW) will im neuen Landeshaushalt 450 Stellen für den Muttersprachlichen Unterricht streichen.

Das heißt: 1/3 aller muttersprachlichen Stellen werden abgebaut, der Muttersprachliche Unterricht in NRW wird massiv bedroht. Wieder einmal macht man auch wider besseres Wissen nicht vor Streichungsaktionen Halt. Jahrzehntelang hat die Gesellschaft sich - gleich welcher Coleur - an einem Bildungs- und Ausbildungsplan für Migrantenkinder vorbeigedrückt. Alleine das war schon in Zeiten beliebiger Finanzierbarkeit ein Skandal zu nennen. Jetzt, da das Zuwanderungsgesetz endlich Wege und Möglichkeiten zur integrativen Sprachbildung aufzeigt, werden flugs selbst die eigenen, wenigen und bescheidenen Initiativen, die einen Weg in neue Bildungsebenen und -formen integrativer Sprachbildung weisen könnten, zerschlagen.

Ob jemals ernsthaft darüber nachgedacht wurde, dass auch deutsche Kinder von solchen Vorhaben profitieren könnten? Wir sollten uns ein Beispiel an unseren europäischen Nachbarn nehmen, deren Mehrsprachigkeit einen unbedingten Wettbewerbsvorteil in einem sich immer mehr internationalisierenden Arbeitsmarkt darstellt.
Streichung der Mittel für die Abschiebungshaftbetreuung, der Beratung und Betreuung von Geduldeten und der Mittel für 450 Stellen im Bereich muttersprachlicher Unterricht - Angesichts der Tatsache, das Rot-Grün (Bund) in Berlin in der Koalitionsvereinbarung das "Jahrzehnt der Integration" ausgerufen hat, sollte Rot-Grün in Düsseldorf die Schildbürgerstreiche auf Landesebene(NRW) noch einmal überdenken.

21.10.02


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