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ISSN 1610-0611
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Selbst Aktiv - Netzwerk (SPD)

Diskriminierungen beseitigen, Teilhabe staerken!

Was fällt, das muss man auch noch stoßen. Derartige
Ellenbogenmentalitäten haben in der SPD keinen Platz. Mit der neuen
Koalitionsvereinbarung hat die rot-grüne Bundesregierung erneut
belegt, dass - neben ökonomischer Stärke und ökologischer
Verträglichkeit - soziale Eingebundenheit insbesondere behinderter
Menschen ein zentrales Merkmal der neuen Bundesregierung bleiben wird.

Der Sprecher von "Selbst Aktiv", Karl Finke, begrüßt die
Koalitionsvereinbarung, die behinderte Menschen ausdrücklich
auffordert, selbst aktiv zu sein und ihr Recht auf gesellschaftliche
Teilhabe wahrzunehmen. Diskriminierende gesellschaftliche Realitäten,
z. B. eine geringere Bestrafung sexueller Übergriffe gegen Behinderte
und nicht widerstandsfähige Personen als gegenüber Nichtbehinderte,
werden in der kommenden Legislaturperiode beendet. Wichtige
Netzwerkstrukturen werden von der Politik gefördert, in dem die
Bundesregierung ein Bundesnetzwerk behinderter Frauen unterstützen
will. Durch die besondere Förderung des Behindertensports wird
deutlich, dass auch für behinderte Menschen Leben mehr ist als essen,
trinken, schlafen.
Karl Finke unterstützt das Ziel, die Eingliederungshilfe zu
überprüfen, damit behinderte Menschen nicht ein Leben lang von der
Sozialhilfe abhängig sind. Hervorzuheben ist, dass die Initiativen zur
Senkung der Arbeitslosigkeit Behinderter fortgeführt und das Ziel der
Schaffung barrierefreier Lebenswelten Bestandteil des politischen
Handelns bleiben.

Im Sinne von mehr Demokratie und Humanität fordert Karl Finke alle
behinderten Menschen auf, sich politisch zu engagieren und die neuen
Mittel der Bundesregierung auf Teilhabe und Selbstbestimmung
behinderter Menschen voll auszuschöpfen. "Nichts über uns ohne uns",
das Motto des bevorstehenden EU-Jahres der Behinderten, muss auch
künftig handlungsleitende Orientierung der Behindertenpolitik mit und
für behinderte Menschen bleiben.
--
Karl Finke,
Sprecher von "Selbst Aktiv - Netzwerk behinderter Menschen in der SPD"
E-Mail-Service der SPD-Pressestelle
Berlin, den 17. Oktober 2002 474/02

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Anmerkung der Redaktion:
Vorraussetzung ist wohl, daß die lang gepflegten Strukturen, die als Seiteneffekt über Jahrzehnte eine "Versorgungsmentalität" produzierten, beseitigt werden müssen. Sonst bleibt's bei Verlautbarungen mit appelativem Charakter, wie diesen. Aber vielleicht sind Behinderte in der SPD ja "andere" Menschen.


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