Diskriminierungen beseitigen, Teilhabe staerken!
Was fällt, das muss man auch noch stoßen. Derartige Ellenbogenmentalitäten haben in der SPD keinen Platz. Mit der neuen Koalitionsvereinbarung hat die rot-grüne Bundesregierung erneut belegt, dass - neben ökonomischer Stärke und ökologischer Verträglichkeit - soziale Eingebundenheit insbesondere behinderter Menschen ein zentrales Merkmal der neuen Bundesregierung bleiben wird.
Der Sprecher von "Selbst Aktiv", Karl Finke, begrüßt die Koalitionsvereinbarung, die behinderte Menschen ausdrücklich auffordert, selbst aktiv zu sein und ihr Recht auf gesellschaftliche Teilhabe wahrzunehmen. Diskriminierende gesellschaftliche Realitäten, z. B. eine geringere Bestrafung sexueller Übergriffe gegen Behinderte und nicht widerstandsfähige Personen als gegenüber Nichtbehinderte, werden in der kommenden Legislaturperiode beendet. Wichtige Netzwerkstrukturen werden von der Politik gefördert, in dem die Bundesregierung ein Bundesnetzwerk behinderter Frauen unterstützen will. Durch die besondere Förderung des Behindertensports wird deutlich, dass auch für behinderte Menschen Leben mehr ist als essen, trinken, schlafen. Karl Finke unterstützt das Ziel, die Eingliederungshilfe zu überprüfen, damit behinderte Menschen nicht ein Leben lang von der Sozialhilfe abhängig sind. Hervorzuheben ist, dass die Initiativen zur Senkung der Arbeitslosigkeit Behinderter fortgeführt und das Ziel der Schaffung barrierefreier Lebenswelten Bestandteil des politischen Handelns bleiben.
Im Sinne von mehr Demokratie und Humanität fordert Karl Finke alle behinderten Menschen auf, sich politisch zu engagieren und die neuen Mittel der Bundesregierung auf Teilhabe und Selbstbestimmung behinderter Menschen voll auszuschöpfen. "Nichts über uns ohne uns", das Motto des bevorstehenden EU-Jahres der Behinderten, muss auch künftig handlungsleitende Orientierung der Behindertenpolitik mit und für behinderte Menschen bleiben. -- Karl Finke, Sprecher von "Selbst Aktiv - Netzwerk behinderter Menschen in der SPD" E-Mail-Service der SPD-Pressestelle Berlin, den 17. Oktober 2002 474/02 ---------------------------------------------- Anmerkung der Redaktion: Vorraussetzung ist wohl, daß die lang gepflegten Strukturen, die als Seiteneffekt über Jahrzehnte eine "Versorgungsmentalität" produzierten, beseitigt werden müssen. Sonst bleibt's bei Verlautbarungen mit appelativem Charakter, wie diesen. Aber vielleicht sind Behinderte in der SPD ja "andere" Menschen.
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