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Teufelskreis: Kinderarmut – Bildungsarmut –
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GEW weist Kürzung bei Arbeitslosengeld für Eltern strikt zurück
Bildungsgewerkschaft warnt vor Teufelskreis: Kinderarmut – Bildungsarmut – Arbeitslosigkeit
Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) weist die geplante Kürzung des Arbeitslosengeldes und der Arbeitslosenhilfe für Eltern strikt zurück. „Schon jetzt müssen in einem so reichen Land wie der Bundesrepublik rund einen Million Kinder und Jugendliche von Sozialhilfe leben. Diese Zahl wird weiter steigen, wenn die Bundesregierung ihre Pläne umsetzt“, stellte die GEW-Vorsitzende Eva-Maria Stange am Donnerstag in Frankfurt a.M. fest. Arbeits- und Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) hatte am Vortag angekündigt, das Arbeitslosengeld von Eltern in zwei Schritten von derzeit 67 Prozent des letzten Nettolohns eines Arbeitslosen auf 63 Prozent und die Arbeitslosenhilfe von 57 auf 54 Prozent zusammenzustreichen.
Wie die Ergebnisse von PISA und jüngst die OECD-Studie „Bildung auf einen Blick“ gezeigt haben, hängt der Bildungserfolg von Kindern ganz wesentlich von der finanziellen Lage der Familien ab. „Wer Familien durch Arbeitslosigkeit in Armut zwingt und ihnen staatliche Hilfe versagt, raubt den Kindern die Zukunft“, betonte Stange. Sie warnte vor dem Teufelskreis, der mit Kinderarmut beginne, eingeschränkte Bildungsmöglichkeiten zur Folge habe und mit niedrigeren Schulabschlüssen und damit schlechteren Chancen auf dem Arbeitsmarkt ende.
Die geplanten Einschnitte seien damit auch volkswirtschaftlich unsinnig. „Wir brauchen wesentlich mehr und nicht noch weniger gut ausgebildete junge Menschen“, sagte die GEW-Chefin.
„Die Tinte unter dem Koalitionsvertrag ist noch nicht trocken, schon soll eins der wichtigsten Ziele, die Konzentration staatlicher Mittel auf einkommensschwache und arbeitslose Familien, gebrochen werden“, kritisierte Stange. Das Kanzlerversprechen von der sozialen Gerechtigkeit würde, sollten Clements Pläne umgesetzt werden, ad absurdum geführt.
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Arbeitslosengeld nicht pauschal kürzen | 30 Jahre Contergan-Stiftung
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