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ver.di: Keine Null-Runde für die Krankenhäuser
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Gesundheit
ver.di: Keine Null-Runde für die Krankenhäuser
"Für die Krankenhäuser darf es keine Null-Runde geben." Dies erklärte ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske zu dieser von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt im Vorschaltgesetz vorgesehenen Maßnahme. Eine Deckelung der Einnahmen der Krankenhäuser gefährde die Versorgung der Patienten. "Das Personal in den Krankenhäusern darf nicht dafür bluten müssen, was die Politik an Reformen versäumt hat", erklärte Bsirske. Das seit 1997 angewandte Verfahren, Einkommenserhöhungen nicht in vollem Umfang abrechnen zu dürfen, habe in den Krankenhäusern bereits zu empfindlichem Personalabbau geführt. Nach Berechnungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft für das Jahr 2003 seien mehr als 28.000 Arbeitsplätze in den Krankenhäusern gefährdet. Eine Null-Runde werde die Situation nur noch mehr verschlimmern. "Um eine qualitativ hochwertige Versorgung der Patienten zu gewährleisten ist es dringend notwendig, auf eine Null-Runde zu verzichten und den Krankenhäusern den vollständigen Ausgleich tarifvertraglicher Ansprüche der Beschäftigten wieder zu garantieren", forderte Bsirske.
Die Qualität der Versorgung der Patienten sei bereits heute gefährdet, behauptete der ver.di-Vorsitzende, denn mehr als 40.000 Pflegestellen und 2.000 Arztstellen in Krankenhäusern, Altenheimen, Arztpraxen und ambulanten Pflegediensten seien nicht besetzt.
Es gebe im Gesundheitssystem genug Ansatzpunkte für sinnvolle Sparmaßnahmen. Allerdings bringe eine Null-Runde die Gefahr mit sich, dass wichtige Reformen in den Krankenhäusern nicht angepackt würden. Die Einführung des Fallpauschalensystems könne sich dadurch ebenso verzögern wie die Verbesserung der Behandlung chronisch Kranker. "Eine Verzögerung dieser Reformen verhindert vernünftige Einsparungen. Mit einer Null-Runde würde am falschen Ende gespart", erklärte Bsirske.
04.11.2002
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